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Die Italiener White Skull sind schon alte Hasen, gegründet wurden sie 1991 und haben schon ein paar Alben draußen, wovon ich die letzten beiden habe und sehr mag. Jetzt haben White Skull das Label gewechselt und sind bei Frontiers Records gelandet, ebenso ist die langjährige Sängerin Frederica De Boni ausgestiegen, deren rauchige Stimme mir gut gefallen hat. Der Ersatz, ein Mann namens Gustavo Gabamo aus Argentinien ist aber auch ein sehr guter Sänger und lässt nichts vermissen. Die Tradition der klischeehaften, mit nackter Haut versehenen Cover, die mich irgendwie an die John Sinclair Hefte erinnern, wurde konsequent beibehalten. Thematisch hat man wie bei den anderen Alben wieder ein Hauptthema, nach dem alten Rom auf der letzten Platte, ist nun das Mittelalter und die Inquisition dran, die kritisch betrachtet werden. Nicht nur deshalb werden einige Parallelen zu Grave Digger hervorgerufen, die jedoch durch die typisch italienischen Keyboards, welche mich seltsamerweise nicht nerven, und durch den facettenreicheren Gesang nicht zu groß sind. Trotzdem werden mit Chören, Phrasen wie "Fight Fight, burn, Die" usw. die True Metaller angesprochen. Nach dem netten Intro geht es kraftvoll in den Titeltrack, ein toller Mitgrölstampfer, der als Highlight der Platte durchgeht, einfach aber gut!
Auffallend sind die Solos wie in "Maid Of Orleans", die gut ausgearbeitet und gefühlvoll sind. Durch die facettenreiche Stimme von Gustavo und die Chorrefrains, sowie die mitreißenden Riffs, gehen mir die Songs verdammt gut ins Ohr. Das ist auch ein Verdienst der transparenten Produktion an der Leadgitarrero B.B. Nick Savio mitbeteiligt war. Ich mag einfach Produktionen, wo man den Bass heraushört! Ein weiteres absolutes Highlight ist das Riffgewitter "The Edict", wo die Keyboards sehr gut in den Song integriert wurden. Natürlich darf auch keine Ballade fehlen "Voice From The Heaven", ist aber glücklicherweise sehr unschmalzig und kann man schon als gelungen bezeichnen. Oft schimmern durch die Keyboards hervorgerufene symphonische Elemente durch, die aber in Verbindung mit Gitarrenpower, z.B. bei Devils Woman nicht klischeehaft wirken. Die Jungs geben Gas, haben aber auch neben allem Speed stampfende Passagen eingebaut und scheuen sich auch nicht davor geschickte Breaks einzubauen. Abgerundet wird diese starke Platte mit dem herrlich dudelnde Akustiksong "Theme For The Innocence", der mir besser gefällt als das 1000. Keyboardoutro.
Eine tolle Scheibe! |
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