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22. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

ZERO MENTALITY - In Fear Of Forever
Band ZERO MENTALITY
Albumtitel In Fear Of Forever
Label/Vertrieb GSR
Homepage www.zeromentality.com
Verffentlichung 25.02.2005
Laufzeit 35:53 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Ungefhr ein Jahr nachdem Drift ihre schon legendre Abschieds-Show gegeben haben formte deren Gitarrist Dominik unter anderem mit Mitgliedern der ebenfalls nicht mehr existenten Death Or Glory sowie der momentan gerade durchstartenden Labelmates von Black Friday 29 im Winter 2002 ein neues in der Szene-Hochburg des Ruhrgebiets angesiedeltes Projekt namens Zero Mentality. Die erwhnten Namen zeigen schon, dass der musikalische Background dieser Band sehr weitreichend ist, und zwar von brutalst kompromisslosem Mosh bis hin zu positivem Youth Crew Straight Edge. Ungefhr ein halbes Jahr spter fragte ich Dominik mal, was sie denn nun fr einen Style fahren wrden, aber nachdem er vergeblich versucht hat, einige Vergleiche heran zu ziehen, antwortete er mir: "Einfach Hardcore!" Davon konnte ich mich auf deren Demo, welches aufgrund des Erfolges spter auf Dead Serious auch als 7" erschienen ist, berzeugen. Die drei darauf vertretenen Stcke sind nun neben sieben weiteren auch auf ihrem Debut zu hren, wobei der Titeltrack am Ende lediglich den Albumtitel als Textzeile enthlt und ansonsten komplett instrumental ist. Der Style ist wirklich nur schwer zu vergleichen und somit auch nur schwer zu beschreiben. Einflsse durch Cro-Mags und Madball liegen auf der Hand, werden jedoch in keinster Weise kopiert. Gleichzeitig werden auch Anhnger der schwerflligen Crowbar dieser Musik einige Aspekte abgewinnen knnen. Unterm Strich wurde hier auf jeden Fall etwas Innovatives geschaffen, was wie ein Licht im heutigen Szenesumpf wirkt, wo sich haufenweise Mchtegern-Bands laufend gegenseitig kopieren. Auch textlich scheut man sich nicht, alteingefahrene Wege zu verlassen, denn die blicherweise englischen Lyrics werden hier teilweise mit deutscher Sprache versetzt. Fr Auslnder ist das sicher nicht ganz so vorteilhaft, ich persnlich finde es aber sehr interessant. Es ist wohl auch ein Anzeichen dafr, dass ZM sich nicht in eine Schublade stecken lassen, sich nicht drum kmmern, was andere von ihnen halten und einfach ihr Ding durchziehen. Diese ganze Individualitt in Verbindung mit Texten, die wie aus dem Leben gegriffen sind, verleihen ZM eine starke Authentizitt, die man in der heutigen Szene oft vermisst. Ich freue mich, endlich noch mal etwas Frisches zu hren und denke, dass bei dem in der Band vorhandenen Potential nach entsprechender Entwicklung beim nchsten Release sicher eine noch bessere Bewertung drin ist
   
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