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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WINTER SOLSTICE - The Fall Of Rome
Band WINTER SOLSTICE
Albumtitel The Fall Of Rome
Label/Vertrieb Metal Blade Records
Homepage www.wintersolstice.net
Verffentlichung 07.03.2005
Laufzeit 40:23 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Auch Metal Blade schwimmen mittlerweile voll auf der Metalcore-Welle. Eine der in Krze anstehenden Verffentlichungen liegt mir nun mit dem zweiten Album von Winter Solstice, was bersetzt Wintersonnenwende bedeutet, vor. Das Debut "The Pulse Is Overrated" erschien erst im letzten Jahr auf Harvest Earth Records. Es scheint also, dass das bereits seit Herbst 2000 bestehende Quintett aus Lynchburg, VA, erst einmal eine mehrjhrige Anlaufphase bentigte, aber jetzt fleiig Songs raus kickt. Textlich und optisch versucht man mit dem Fall von Rom eine Metapher zu bilden und Vergleiche zwischen dem rmischen Reich bzw. seinem Aufstieg und Niedergang auf der einen Seite sowie unserer heutigen Gesellschaft und der westlichen Kultur andererseits zu ziehen. So wollte man die Epik damaliger Ereignisse einfangen und in ein modernes Metal-Album bertragen. Diese Intention hat man jedoch nicht erfllt, denn von Epik ist auf dieser Scheibe so gut wie nichts zu hren. Die Songs bieten eben einfach typischen Metalcore mit vielen Breaks. Die wenigen Melodien ndern daran nichts. Lediglich der Titeltrack, der in der Mitte des Albums angesiedelt ist, bietet eine Ausnahme, da es sich hier um ein rhrseliges Instrumentalstck handelt, welches aber auch gleichzeitig die krzeste Laufzeit aller vertretenen Songs vorzuweisen hat. Ansonsten unterscheidet sich der erste Song in seiner Spielweise nicht wesentlich vom letzten, so dass eine epische Darbietung des Aufstiegs und des Falls akustisch nicht nachzuvollziehen ist. Musikalisch kann ich dieser Scheibe ein wenig mehr abgewinnen als der Masse heutiger Tage, was in erster Linie auch daran liegt, dass man nicht auf Teufel komm raus versucht, Komplexitt zu produzieren, sondern sich auch mal auf echten Metal besinnt. Der Gesang ist jedoch wieder typisch, wobei er sich mal anhrt wie ein Grunzen, mal wie ein Schweinequieken beim Schlachten oder auch gelegentlich mal ruhig und clean. Als Gastsnger ist brigens Tim Lambesis von den Labelmates As I Lay Dying bei dem Song "To The Nines" mit vertreten. Als Fazit wrde ich sagen: Rom ist bereits gefallen, der Metalcore wird es auch noch.
   
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