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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KOMA - Sinonimo de ofender
Band KOMA
Albumtitel Sinonimo de ofender
Label/Vertrieb Locomotive Records
Homepage www.koma-grupo.com
Verffentlichung 31.01.2005
Laufzeit 54:08 Minuten
Autor Roland Wohde
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Obwohl ich auf einem DVD Sampler schon einmal etwas vom spanischen Quartett Koma gehrt habe, ist mir die Band nicht wirklich in Erinnerung geblieben. So wird es mir vermutlich mit ihrem neusten Output "Sinonimo De Ofender" leider auch gehen.
Die Hauptzutat der dreizehn Songs ist moderner Rock, der mitunter eine ordentliche Metalschlagseite hat und auch mal hardcorelastig oder mit dezenter Punkattitde daherkommt. Somit ist eigentlich fr Abwechslung gesorgt und die meist ordentlich groovenden Stcke gehen ganz gut ins Ohr. Aber leider gehen sie auch wieder gut raus, so dass nicht allzu viel im Gedchtnis hngen bleibt.
Ausnahmen bilden hier der dynamische Opener "Protestantes" und das wirklich gelungene "Pensamientos Funebres". Nach einem durch Orgelsound extrem groovigen Einstieg mit fett bratenden Gitarren folgt eine instrumental spartanisch gehaltene Strophe mit einer Mischung aus klaren Vocals und Hardcoreshouts. Eine sich aggressiv steigernde Bridge fhrt in einen berraschend melodischen Refrain mit eingngiger Gesangslinie. Cool!
Ebenfalls im Gedchtnis, wenn auch auf eine andere Art, bleibt "El Muro De Berlin" (bersetzt "Die Berliner Mauer"). Denn das spaige Intro mit Schifferklavier, die marsch- und polkamigen Strophen und der Karibikflair verbreitende Solopart sind schon etwas merkwrdig. Knnte in Verbindung mit dem Text (dessen Inhalt mir durch die Unkenntnis der spanischen Sprache aber verborgen bleibt) die im Labelinfo beschriebene ironische Seite der Band darstellen.
Bleibt unterm Strich eine Platte, die zwar ihre Momente hat, aber ansonsten nicht mehr als Durchschnitt ist. Die komplett in spanisch gehaltenen Lyrics drften den Erfolg auerhalb Spaniens ebenfalls erschweren. Denn auch wenn sie schon mal fr ein ungewolltes Schmunzeln sorgt (hrt euch mal den Zungenbrecher "Baga, Biga, Higa" an) empfinde ich die Sprache durchaus als angenehme Abwechslung zum Englischen. Fr einen Teil der Metalgemeinde bedeutet sie aber nach wie vor ein rotes Tuch. Ich knnte mir aber durchaus vorstellen, dass Koma auf der Bhne ordentlich Energie entfachen und somit besser ankommen als aus der Konserve.
   
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