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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PAATOS - Timeloss
Band PAATOS
Albumtitel Timeloss
Label/Vertrieb InsideOut Records
Homepage www.paatos.com
Verffentlichung 06.12.2004
Laufzeit 39:49 Minuten
Autor Marek Schoppa
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Bei "Timeloss" handelt es sich um das eigentliche Debtalbum der schwedischen Combo PAATOS, welches ursprnglich nur in ihrem Heimatland zu erwerben war. Doch nachdem der Nachfolger "Kallocain" auch auerhalb Schwedens fr positive Stimmen sorgte, entschloss sich das Label kurzerhand das Debt weltweit verfgbar zu machen. Dabei erweiterte man das Booklet auf satte 16 Seiten und fgte dem Album noch einen Videoclip des Songs "Hypnotique" hinzu. Leider ist die Bildqualitt hier nicht wirklich berauschend und erinnert eher an die Zeit, als Gimmicks dieser Art noch in den Kinderschuhen steckten.
Naja, soll das Hauptaugenmerk jedenfalls auf das Wesentliche gerichtet werden, die, im wahrsten Sinne des Wortes, berauschende Musik.
So bieten PAATOS eine eigenstndige Mixtur aus melancholischem Prog Rock der 70er, nordischer Folklore, Ambiente- und Jazzklngen. Gepaart mit den Mellotron und Synthesizer Sounds und der stark an BJRK erinnernden Stimme der Frontfrau, Petronella Nettermalm, erffnet sich dem Hrer hier eine sehr interessante Welt sphrischer Retroklnge, welcher man sich nur schwerlich entziehen kann. Musikalische Parallelen, die mir beim durchlauf von "Timeloss" spontan in den Sinn kommen lieen sich beispielsweise bei PORTISHEAD, KING CRIMSON oder dem "Damnation" Album von OPETH ausfindig machen.
Zwar ist das Album mit fnf Songs recht kurz, doch sind die Stcke wirklich ausdrucksstark und bieten eine sehr breite Palette tiefer Emotionen. Also kein Album, dass man nebenbei hren kann. Als besondere Anspieltipps wren hier "Ta" und "Hypnotique" zu nennen, die den Sound der Band gut reflektieren.
Schade nur, dass mit "Quits" eine 12-mintige Drum`n`Bass Nummer als Rausschmeier gewhlt wurde, welche die stimmige und schaurig schne Gesamtatmosphre der Platte komplett zu zerstren wei. Ich bin wei Gott kein Verachter von musikalischen Experimenten, doch durch die massiven elektronischen Beats und besonders das chaotische Free - Jazz Finale (!) des Songs, bleibt rein gar nichts von der zuvor noch allgegenwrtigen, ergreifenden Melancholie brig. Schade. Doch bei einem Debt lsst sich der ein oder andere Fehltritt akzeptieren und aufgrund der restlichen Songs ist die Note, denke ich, gerechtfertigt.
   
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