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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FALL OF A SEASON - Decades In A Bleeding World
Band FALL OF A SEASON
Albumtitel Decades In A Bleeding World
Label/Vertrieb Circulation Records
Homepage www.fallofaseason.net
Verffentlichung 06.12.2004
Laufzeit 34:00 Minuten
Autor Thomas Roos
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Ende 2001 gestartet erschien die erste MCD 2003 auf Burning Season Records, in diesem Jahr gefolgt von einer Split mit den Brasilianern Confronto. Diese Namen lassen schon ohne die Band vorher zu kennen zweifelsfrei die musikalische Ausrichtung erahnen: Metalcore. Die zweite Verffentlichung in diesem Jahr stellt nun das Album-Debut dar, mit dem man auch das Label gewechselt hat. Aufgenommen wurde es unter anderem von Patrick W. Engel im Rape Of Harmonies-Studio, abgemischt und gemastert von Tue Madsen in seinem Antfarm -Studio in Dnemark. Diese Namen hrt man in der Szene wirklich so oft, dass sie fast schon ausgelutscht klingen, wobei ich von ihnen zuvor noch keine gemeinsame Beteiligung am gleichen Album gesehen habe. Nichtsdestotrotz sprechen sie aber fr hohe Qualitt. So haben sie mit "Decades In A Bleeding World" erneut eine feine Scheibe geschaffen. Aggressionen harmonieren mit Melodien, schwere Breakdowns gehen ber in reinen Mosh. Es ist aber nicht so brutal wie beispielsweise Unearth, es ist eher bitterser Metalcore der emotionaleren Sorte. Textlich geht es passend dazu auch um persnliche Konflikte und Verluste. Der Song "Emptiness Is Just A Phrase" erinnerte mich durch seinen Inhalt und die Art der Darbietung sogleich an Calibans "Vicious Circle", einen Song ihres vorletzten Albums "Shadow Hearts", was wohl auch deutlich macht, wo die Roots der Band liegen. Cleane Vocals und Pianoparts sind auch schon hinlnglich bekannt. Die Band scheut sich aber nicht, auch unbliche Elemente wie Drum'n'Bass-Samples oder Synthesizers einzubauen. Das ist zwar ohne Frage originell, klingt fr mich aber auch unpassend. Glcklicherweise wird darauf kaum zurck gegriffen. Erwhnenswert finde ich noch das nahezu nihilistische Layout in tristem braun mit einem Cover, dass in kleinen Lettern zwar den Album-Titel, aber nicht einmal den Bandnamen prsentiert. Eine gut produzierte Scheibe einer versierten Band, die aber auch im heutigen Metalcore-Sumpf zu versinken droht und wohl hauptschlich im Osten Deutschlands und den angrenzenden Lndern gefragt bleiben wird. Denn dort ist der Metalcore am grten und bringt eben auch Bands wie FOAS hervor.
   
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