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24. Mai 2013 - Uhr
 
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RTZ - Lost And Found
Band: RTZ
Albumtitel: Lost And Found
Label/Vertrieb: Frontiers Records
Website: www.barrygoudreau.com
Veröffentlichung: 06.12.2004
Laufzeit: 45:55 & 40:36 Minuten
Autor: John Schmitz
Bewertung: 7 von 15 Punkten
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Zeitsprung in das Jahre 1976. Eine bis dato unbekannte Band mit dem unauffälligen Namen BOSTON bringt ihr Debüt-Album raus und landet einen Megaseller. Das Ergebnis: 16 Millionen verkaufte Exemplare. Zwei der originalen BOSTON-Mitglieder, Brad Delp und Barry Goudreau, arbeiten auch heute noch zusammen. Aktuelle Projekte der beiden Musiker sind RTZ (Return To Zero) sowie DELP & GOUDREAU. Frontiers Records erweitern nun den Markt um eine Doppel-Cd, die beide oben genannten Projekte auf einem Release vereinigt. CD 1 nennt sich "Lost And Found" und beinhaltet die ersten Songs der Band RTZ, die bereits vor dem RTZ-Debüt geschrieben wurden und als eine Art Orientierungsphase durchgehen können. Wie bereits zu vermuten war, bekommen wir 11 AOR-Songs reinsten Wassers geboten. Alle Tracks sind extrem eingängig und zuweilen auch typisch kitschig. Dennoch ist der Kitschfaktor nicht unerträglich hoch, so dass Freunde melodischer Rockmusik, die Bands wie SCORPIONS oder WHITESNAKE schon zu heavy finden, Freude an den 11 Titeln haben könnten. Ein richtiger Hit fehlt zwar, aber Songs wie "One Step Away" oder das mit Slide-Gitarre ausgestattete "Fool For Love" wissen durchaus zu gefallen. Da die Tracks von "Lost And Found" aus verschiedenen Aufnahmesessions stammen und zudem in hauseigenen Homestudios entstanden sind, ist der Sound nicht nur dünn und schwach sondern auch von Song zu Song unterschiedlich. Das nervt zuweilen ganz gehörig. Besonders "Rock The Night" (mit ekelhaften E-Drums) und "Winners And Losers" sind richtig übel.
Bei CD 2 handelt es sich um das neuere Projekt der beiden Herren. Das Ding nennt sich schlicht "Delp & Goudreau" und klingt etwas voller, obwohl ebenfalls in Eigenregie in den eigenen vier Wänden produziert und somit nicht ruhmreich tönend. Stilistisch bleibt man der melodischen Rockmusik treu, kommt aber noch 'ne Ecke seichter rüber. Die akustische Gitarre vertreibt des Öfteren ihre elektrische Schwester, die meistens clean oder bestenfalls angezerrt tönt und nur selten brüllt. Ein bisschen mehr Drive hätte es schon sein dürfen. Naja, man wird halt älter...
Langer Rede kurzer Unsinn, "Delp & Goudreau" ist nicht mehr als nett, genauso wie "Lost And Found". Den Handel Taler gegen CDs würde ich nicht eingehen.
   
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