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21. Februar 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

KINGWITCH - Under The Mountain
Band KINGWITCH
Albumtitel Under The Mountain
Label/Vertrieb Listenable Records/Soulfood
Homepage www.facebook.com/kingwitch
Verffentlichung 09.02.2018
Laufzeit 43:44 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Nach ihrer Debt-EP "Shoulders Of Giants" (2015) melden sich KINGWITCH aus Edinburgh mit ihrem ersten Album zurck. Die Schottin und die drei Schotten knpfen genau da an, wo sie zuletzt aufgehrt haben: Klarer Klang, heiserer und leidenschaftlich-emotionaler Gesang, zielfhrendes Songwriting, berzeugender Einsatz von Instrumenten.
Als groen Einfluss sind BLACK SABBATH (ab Dio) und JUDAS PRIEST auszumachen; ferner bilde ich mir ein, Querverseise zu den schwedischen Epicdoomern CANDLEMASS zu erkennen. KINGWITCH erfinden also keine neuen Rder, sondern greifen auf Bewhrtes zurck. Hierbei berzeugen sie durch Stilsicherheit und Spielsicherheit.
Nach dem Midtempo-ffner "Beneath The Waves" gibt?s mit "Carnal Sacrifice" gleich was auf die Glocke, bevor mit "Solitary" (mit HAWKWINDigen Spacegitarren) erstmals die 6-Minuten-Marke geknackt wird. Der Titelsong "Under The Mountain" zitiert frhe Thrasher und besticht durch grandiose Arbeit der Rhythmusgruppe, wobei Bassist Simon Anger -und/oder der Mann am Mixer- besondere Erwhnung verdienen, denn hier wird eindrucksvoll gezeigt, dass der Bass ein vollwertiges Instrument ist und keineswegs, wie dies leider oft der Fall ist, ein Schattendasein fristen sollte. Bmm! Toll an dem Song ist der getragene Mittelteil, in dem Sngerin Laura Donnelly einmal mehr ihre beeindruckenden gesanglichen Qualitten unter Beweis stellen kann (Hat sie auch vorher schon getan. Wahnsinnsrhre.), bevor das Tempo wieder angezogen wird und KINGWITCH mit "Approaching The End" krftig auf die Doom-Tube drcken.
Die anschlieende halbakustische Ballade "Ancients" ist da durchaus zu verkraften, und mit "Hunger" folgt wieder ein solider Midtempobanger, der einmal mehr vom sensationellen Bassspiel von Mr Anger getragen wird. Toll, was der Mann mit seinen vier Saitchen anstellt! Schlagzeuger Lyle Brown darf beim Intro von "Possession" mit akzentuiertem Marchingband-Snarespiel seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen, und auch Gitarrenmann Jamie Gilchrist, er sei hier der Vollstndigkeit halber erwhnt, springt mit schlafwandlerischer Sicherheit zwischen wsten Schredderpassagen und diffizil-frickeligen Lufen. Beim Rausschmeier "Black Dog Blues", trotz des Titels keineswegs eine bluesige Nummer, geben KINGWITCH nochmal richtig Gas und hauen uns ihre thrashigen Stakkati dermaen konsequent um die Ohren, dass man sie nicht so schnell vergisst und sich schon jetzt auf das nchste Lebenszeichen der Band freut.
   
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