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22. Mai 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

CRESCENT - The Order Of Amenti
Band CRESCENT
Albumtitel The Order Of Amenti
Label/Vertrieb Listenable Records/Soulfood
Homepage www.facebook.com/crescentband
Verffentlichung 30.01.2018
Laufzeit 57:13 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Immer spannend, die spontanen Assoziationen beim Anblick eines neuen CD-Covers, und das, was man bedingt hierdurch, von der darin verpackten Musik erwartet. Meine erste Reaktion auf CRESCENTs "The Order Of Amenti": "och nee, Nerdmetal. Ein paar Schlaumeier, die sich -hey, super Idee!- die gyptische Mythologie zum Thema erkoren und uns nun mit einem neuen Aufguss ber historischen Totenkult auf den Docht gehen. Fngt ja super an, das neue Plattenjahr."
Eine kurze Recherche ergibt dann, dass CRESCENT tatschlich aus gypten stammen, was die Sache dann doch irgendwie spannend macht. Gilt das Land am Nil doch nicht gerade als Hochburg harten Metals, sondern eher als Austragungsort von Pauschalreisen, politischer Instabilitt, und, naja, dem Bau und Verfall von Pyramiden.
Diese Liste muss jetzt um CRESCENT ergnzt werden. Das Quartett aus Kairo agiert unglaublich versiert und verknpfen knochentrockenen, stellenweise regelrecht schwarzen Deathmetal mit einem angenehmen Ma orientalischer Melodien, die jedoch stets songdienlich angewandt werden und strapazieren zu keinem Zeitpunkt Ohren und Nerven von Freunden harter Klnge. Tolle Arbeit der Gitarren- und Rhythmusfraktion sowie berzeugendes Songwriting, d.h. eine erstklassige Balance zwischen Tempiwechseln, Blaststrecken und knackigen Soli sowie groartig grsslich-greulichen Grunzgesangs machen das Album zu einem homogenen Gesamtwerk. Hierbei beeindrucken mich besonders die immer wieder eruptionsartigen Gitarren- und Schlagzeugeskapaden, die beim ersten Hren durch ihre schiere Wucht zu beeindrucken wissen, die sich beim zweiten Durchlauf jedoch als vlligst strukturiert erweisen. Trotz des berdurchschnittlichen technischen Niveaus und der stets auf hohe Geschwindigkeit ausgelegten, im Schnitt siebenmintigen Songs kommt hier zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf- hchstens Neugier auf den nchsten Break.
"The Order Of Amenti" ist eine gewagte, spannende und sehr gelungene Melange aus gyptischer Mythologie und harter Musik, die ich bedingungslos empfehlen kann. Fngt tatschlich super an, das neue Plattenjahr.
   
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