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23. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OPERATION CHERRYTREE - Scum & Honey
Band OPERATION CHERRYTREE
Albumtitel Scum & Honey
Label/Vertrieb Noizgate Records/Rough Trade
Homepage www.operationcherrytree.com
Verffentlichung 24.11.2017
Laufzeit 55:36 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Mit "Scum & Honey" liegt mir das Debt der deutschen Rockband Operation Cherrytree vor. ber Herkunft und Bandhistorie ist sogar im www recht wenig zu erfahren, allerdings haben sie ihre Scheibe im ostwestflischen Bielefeld aufgenommen und produziert. Auch die letzten Auftritte fanden in der Puddingstadt bzw. in der nheren Umgebung statt. Die Musik ist gar nicht so einfach zu beschreiben, denn sie beinhaltet Stilelemente aus den verschiedensten Richtungen und genau wie im Titel "Scum & Honey" herauszulesen ist, so klingt das Ganze auch. Und hatte ich anfangs etwas "Angst" vor dem angkndigten Metalcore, so hat diese Truppe sie mir im Verlauf der zwlf Songs mir nichts dir nichts genommen. So beginnt die Reise mit "Night Hike In The Woods" und "The Dawn" recht sanft, leicht progressiv und emotional, wenn sich auch zwischendurch ein paar dstere Growls einschleichen. Erstmals deftiger wird es im dritten Song "Generation Fear And The Rats", jedoch nicht durchgngig. Aushngeschild ist ganz klar Snger/Shouter/Screamer und Growler Wyno, der viele Facetten draufhat und von hart bis zart immer souvern klingt. Er darf sich aber auch "nur" auf diesen Job konzentrieren, die Instrumente spielen seine drei Mitstreiter Sieks (guit), Jansen (bs) und CH (dr), die dann auch mal als Chor fungieren. Allerdings wird der Frontmann bei einigen Songs durch zustzliche Gastvocals untersttzt. Bei "Colorful Bird" geht es dann mit leicht psychedelischen Klngen zurck in die Sechziger, was deutlich macht, wie breit gefchert die Einflsse und Vorlieben von Operation Cherrytree doch sind. Ich wei nicht genau, ob dieses Konzept aus derbem Metal und sanften Passagen beim breiten Publikum ankommen wird, aber bei mir hat diese CD auf alle Flle einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Prog, Metalcore, Folk, Blues und Dark Metal reichen sich die Hnde, was zu einem spannenden und vor allem sehr unterhaltsamen Hrerlebnis fhrt, dem man sich gerne fters hingeben mchte. Man sollte es sogar, denn bei jedem Durchgang gibt es Neues zu entdecken, wenn sich diese Aussage auch etwas floskelhaft anhren mag. Und wenn dann gar Instrumente wie Cello und Akkordeon (ebenfalls von Gastmusikern gespielt) zum Einsatz kommen, klingt diese tolle Platte erstaunlich schlssig und rund! Faszinierende Musik und ich freue mich jetzt schon auf den Nachfolger, der dann hoffentlich noch kommen mag! Das tolle Cover des aufwendigen Digipacks sowie das Booklet mit allen Texten setzen dem i noch das Tpfelchen auf. Ein wirklich bemerkenswerter und starker Einstieg!
   
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