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Angra waren früher immer ein rotes Tuch für mich. Ich habe bei einem Freund im Auto die "Angel's Cry" gehört und konnte mit der recht hohen Stimme von Frontmann André Matos nix anfangen. So habe ich auch nie was mit der Band zu schaffen gehabt. Jahre später hat sich die Band geteilt, während die Gitarristen Rafael Bittencourt und Kiko Loureiro bei Angra blieben, gründeten die restlichen Musiker die Band Shaman, wo besagter André auch glücklicherweise tiefer singt.... Angra machten mit neuen Leuten weiter und fanden mit Sänger Edu Falaschi auf dem Album "Rebirth" einen würdigen Nachfolger. Jetzt ist die Konzeptscheibe "Temple Of Shadows" fertig, welche mit den illustren Gastsänger/innen Hansi Kürsch, Sabine Edelsbacher, Kai Hansen sowie dem Landsmann Milton Nascimento veredelt wurde. Die Story handelt von einem Kreuzritter, genannt "Shadow Hunter", welcher sich im 11. Jahrhundert mit der katholischen Kirche hadert. Diese Geschichte ist in 13 Songs unterteilt. Der erste Durchlauf wirkt regelrecht erdrückend auf mich, habe ich doch normalen melodischen Power Metal erwartete, aber ich bekomme doch etwas total anderes präsentiert! Angra tanzen auf verschiedenen Hochzeiten. Einerseits spielen sie zum Teil pfeilschnellen Melodic Metal, während sie andererseits auch folkloristische, klassische und auch progressive Elemente in ihren Songs haben. Das alles muss der Hörer erst mal verdauen, was einige Durchläufe dauern kann, damit das komplexe Album zugängiger wird. Die oben erwähnten Gastsänger veredeln dieses an sich schon komplexe und abwechslungsreiche Werk noch dazu. Die limitierte mir nicht vorliegende Auflage enthält eine Bonus Live DVD mit einem Konzert, Videoclips und Backstagematerial mit einer unglaublichen Laufzeit von 160 Minuten, welche das an sich schon fantastische Album noch einmal aufwertet und einen Kauf für Freunde dieser Musik unumgänglich macht! |
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