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23. April 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

BLOOD GOD - Rock 'N' Roll Warmachine
Band BLOOD GOD
Albumtitel Rock 'N' Roll Warmachine
Label/Vertrieb Massacre Records / Soulfood
Homepage www.blutgott.com/
Alternative URL www.facebook.com/bloodgodrocks
Verffentlichung 29.09.2017
Laufzeit 180:56 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Alle drei Blood God Alben erscheinen nun beim aktuellen Label Massacre Records, die Hard Rock Band von Debauchery Boss Thomas Gurrath mit neuem Artwork als fettes Dreifach Digi zum Superpreis als "Rock'N'Roll Warmachine".

Whrend Debauchery rockigen Death Metal mit "Monster Vocals" sein soll, rockt es bei Blood God (frher Big Ball) znftig a la AC/DC mit Kreischvocals. Beides gefiel mir immer ganz gut. Nun heit es bei "Thunderbeast" der 2014er CD von Gurrath & Mannschaft: Debauchery VS Blood God, strikte Trennung geht anders, oder? Wer der Sache informativ nicht folgen kann - ich kann es verstehen!
Schlecht klang das Alles nie, macht auch immer Spa, ist gut produziert und eingngig wie Hlle. "Stumpf ist Trumpf" und kann nicht nur live, sondern auch auf CD Spa machen. Sicherlich sind einige Riffs und auch Titel wie "Super Hot Vampire Lady", "Devil Dog" oder "Bullet To The Head" schon sehr durch genudelt und die Machart ist immer gleich. Musikalisch hat das auch auf der Debauchery CD schon lange nicht mehr mit herkmmlichen, eingngigem Death Metal zu tun! Lediglich die Growls sind brig und das blutige Image, sowie die Texte samt Monstercover. Da htte ich schon etwas mehr Unterschied erwartet, so dass die Debauchery Songs auch nicht nur andere Vocals haben, sondern auch hrter sind. Aber das ist wohl zu viel verlangt! Wer die letzten Alben BEIDER Formationen abfeierte, wird hier sicherlich auch froh werden.

Nix in der Birne, aber Eier! So ist die freie bersetzung des Blood God Debtalbum "No Brain, But Balls" 2015 erschienen auf einem Eigenlabel. Auch die beteiligten Studiomusiker sind dieselben wie vorher: Tom Nauman (Ex-Primal Fear) an der Gitarre /Songwriting, sowie Co-Produzent Dennis Ward (PC 69, Unisonic) am Bass und Andreas Donadel am Schlagzeug. Musikalisch gibt es den leider in letzter Zeit von vielen Newcomern ebenso gespielten AC/DC Hard Rock mit Brian Johnson Gedchtnisgesang, dazu Texte ber Sex, Frauen, Alkohol und Party. Fr letzteres ist dieses Album sicherlich eine gute Sache! Whrend es bei AC/DC subtiler zuging wie bei "Giving The Dog A Bone" heit es hier direkt "Blowjob Barbie", das nennt man dann direkt. Der bei wenigen Liedern eingebaute Gesang einer Dame namens Juli gefllt mir dagegen berhaupt nicht, da es wie ein Fremdkrper wirkt. Spa machen die simplen aber effektiven Hard Rocker mit kleiner Ohrwurmgarantie sicherlich.

Beim dritten Bloodgod Album wurde nach dem Wechsel zu Massacre Records seltsamerweise auch optisch und textlich eine kleine Kurskorrektur hingelegt: ging es beim quasi Debt "No Brain But Balls" und dem Vorgnger "Hotter Than Hell" optisch und textlich salopp formuliert gerne um Frauen, Sex und Party, ist er nun vom (originalen) Cover und den Songtiteln sehr sehr nahe am Debauchery Stil. Ob das nun wirklich sein muss, wage ich zu bezweifeln, aber vielleicht will Thomas dadurch seine Fanbase zu seiner zweiten Combo rber ziehen? Mir htte da eine generelle Trennung besser gefallen, aber egal. Musikalisch ist die Chose jedoch einen Tick variabler geworden, so dass hier nicht nur AC/DC Einflsse verbraten werden. Klassischer Heavy Metal roh und simpel mit Refrains die man sich direkt merken kann steht an der Tagesordnung! Gerade Midtempostampfer wie das kultig betitelte "Defenders Of The Throne Of Fire" machen mchtig Laune und sind 1 A Livehits die auch 1985 gezndet htten, gerade durch die zeitlos tnende Produktion von Stammknpfchenguru Dennis Ward knallt das Ganze richtig gut. Trotz der bewusst simplen Lieder ist meiner Meinung nach die Abwechslung auf diesem Werk grer als beim Vorgnger. Ein Brllertitel wie das bierselige "Sexy Music For Sexy People" hat auch nicht jede Band am Start und manch atmosphrischer, langer Instrumentalpart wie z.B. am Anfang von "World Of Blood Gods" lockern das Album wirklich auf. Das Ganze hat dann gar einen NWOBHM Einschlag. Mit dem fast acht Minuten langen und sehr schleppenden "Dragonbeasts Are Rising" gibt es auch eine sehr ungewhnliche Nummer auf dem Album - cool!

Die Bonustracks der drei Discs sind dann vier Covesongs von so Klassikern wie " Painkiller", "Fast As A Shark", "Heavy Duty" und "Hail Ceasar" von AC/DC was noch am besten passt. Die Faustformel: Hnde weg von solchen Ikonen / Klassikern trifft auch hier zu! Die anderen Extratracks, vier an der Zahl sind zweimal von der Debauchery Scheibe "Rockers And War" aus dem Jahre 2009. Hier experimentierte Gurrath schon mit dem Hard Rock Sound und hatte das Album geteilt in zwei Hlften: Melo-Death und Hard Rock. Die anderen beiden Tracks kenne ich nicht, passen aber gut zu den drei Alben.
Fr wen ist dieses Boxset also?
Fr neue Fans die vielleicht eine Scheibe oder keine der Truppe besitzen und hier zum Preis einer CD nichts falsch machen knnen!
Kompakte Sache und keine Abzocke, 45 Tracks und ber drei Stunden Mucke!
   
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