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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PENTARIUM - Schwarzmaler
Band PENTARIUM
Albumtitel Schwarzmaler
Label/Vertrieb Boersma / Soulfood
Homepage pentarium.de
Verffentlichung 2016
Laufzeit 48:01 Minuten
Autor Martin A. Weienfels
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Zugegeben: Als ich "deutschsprachiger Melodic Death Metal" las, war ich zunchst ein wenig kritisch. Passt das hier gut? Und ich muss sagen: Ja es passt.
Pentarium: Das sind sechs Landsmnner, die sich mit ihrer neusten Scheibe "Schwarzmaler" stilistisch ein wenig umorientiert haben. Im Vergleich zu Ihrer vorherigen Platte "Blood for Blood" wurde in dem aktuellen Album auf deutschsprachige Texte und eine eindeutig finstere Atmosphre gesetzt. Dies passt allgemein besser zu dem Auftreten der Combo; vor allem stimmlich passt der erfrischend markige Gesang von Carsten Linhs besser zu der dsteren Thematik. Stilistisch lassen sich Pentarium nicht in eine einfache Schublade drngen. Durch den Einsatz von Keyboard und 2 Gitarren kommt die Mucke melodischer als der Standard-Death Metal daher, Einflsse von Black Metal und melodisere Parts runden das Ganze dann zu einem sehr angenehmen Hrerlebnis ab. Es scheint, als haben die Herren ihren Stil gefunden und verfolgen diesen geradlinig und ohne weitere Experimente. So hrt sich "Schwarzmaler" in einem durch, rauf und runter. Bei all der Geradlinigkeit warten Pentarium mit reichlich Abwechslung auf: So haben Songs wie "Gevatter Tod" und "Nimmermehr" leicht epische Zge, es erinnert an das Urgestein Dimmu Borgir. In "Am Waldesrand" hingegen zeigen die Jungs, dass es auch ordentlich vorwrts gehen kann, ohne groe melodische Tragweiten.
Jedoch fehlt dem Ganzen der letzte Schliff, der letzte Kick. Insgesamt wirkt der Sound der gesamten Platte ein wenig flach und mau. Die Riffs sind hart und knppeln ordentlich, es fehlen Ihnen aber auch bei voller Lautstrke der Wumms und der Biss. Selbiges lsst sich ber die Drums sagen, welche vor allem bei langsameren Partien hohl und kraftlos den Rhythmus heraustropfen lassen. Die Mucke wirkt dadurch in Ihrer Gesamtheit bedauerlich flach. Eine Sache, die freilich nicht an den musikalischen Fhigkeiten der Band liegt sondern vielmehr an der Qualitt der Produktion. Schade.
Fazit: Pentarium liefern mit "Schwarzmaler" eine solide Leistung ab und bereichern die wunderbare Musiklandschaft mit noch einer weiteren Perle. Die kreative Mischung aus Elementen des Black- und MeloDeath Metals hrt sich sehr gut an und macht Lust auf mehr. Pentarium erfinden das Rad hier aber auch nicht neu; vor allem die Qualitt der Produktion schwcht das Gesamtpaket leider ab. Ich kann hier aber guten Gewissens eine allgemeine Hrempfehlung aussprechen. Vor allem Fans von deutschsprachigem Metal werden hier ihre Freude haben. Fr Festivals / Konzerte sollte man sich diese Band ebenfalls vormerken, denn es bleibt zu hoffen dass der Sound live besser ist als auf der Scheibe.
   
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