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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

OCEANWAKE - Earthen
Band OCEANWAKE
Albumtitel Earthen
Label/Vertrieb Sound Polution/Vicisolum (Rough Trade)
Homepage www.oceanwake.fi
Alternative URL www.facebook.com/oceanwakefi
Verffentlichung 10.03.2017
Laufzeit 45:12 Minuten
Autor Tony Werner
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die Finnen von Oceanwake prsentieren uns mit ihrem neuen Werk "Earthen" ein wahres Gebirge aus Sludge und Doom Metal, monolitisch, schroff, rau. Das aus nur zwei Liedern bestehende Album, "A Storm Sermon", knapp 21 Minuten und "In Amidst the Silen Thrones", knapp 24 Minuten lang, nimmt den Hrer mit auf eine Reise durch dunkel gezeichnete Musiklandschaften, imaginre Geisterstdte und hinterlsst irgendwie ein beklemmendes Gefhl. Dies ist keine Musik fr Jedermann und auf keinen Fall fr jeden Tag, man braucht schon die richtige Grundstimmung um sich auf diesen schwarzen Brocken berhaupt einzulassen, hat man diese Grenze aber erst mal berwunden offenbart "Earthen" aber seine Strken. Die Band wei wie man Atmosphre schafft, seien es die tonnenschweren Gitarrenriffs die wie eine Gerlllawine ber einen hinweg donnern oder die fragilen, ja fast melancholisch an wirkenden akustischen Passagen, bis die Band zum nchsten Schlag ausholt und auch nicht davor zurckschreckt den Death Metal Joker zu ziehen. Dabei fllt auf wie sprlich die Gesangspassagen gesetzt sind und immer wieder instrumentale Teile der Lieder die Oberhand gewinnen, was den Eindruck erweckt, und da bin ich mir sicher, dass "Earthen" auch wunderbar ohne Gesang funktionieren wrde. Das soll nicht heien dass jener nicht gut wre, ganz im Gegenteil, die Shouts und Growls, gepaart mit dem noch sprlicheren Klargesang geben dem Ganzen mehr Tiefe. Wirklich bewundernswert finde ich allerdings wie sich die beiden Songs in ihrer Lnge und Komplexitt entwickeln, hier kommen mir Bands wie Pink Floyd, Opeth oder der Begriff Artrock in den Sinn denn Sludge und Doom reichen nicht aus um Oceanwake's musikalischen Kosmos der auf diesem Silberling geboten wir zu beschreiben. Der Sound ist wie schon gesagt tonnenschwer, drckend aber gut ausbalanciert, was dem Album nochmals eine Nuance an Individualitt mehr beschert. Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich "Earthen" jeden an die Hand lege, der Lust hat die eingefahrenen Wege des Mainstreams zu verlassen und neues zu erkunden, ein beinahe cineastisches Abenteuer, gemalt in wirklich dunklen Farben.
   
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