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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KLABAUTAMANN - Smaragd
Band KLABAUTAMANN
Albumtitel Smaragd
Label/Vertrieb Zeitgeister Music
Homepage www.klabautamann.de
Alternative URL www.facebook.com/klabautamann
Verffentlichung 06.06.2017
Laufzeit 53:48 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Wer bei dem Namen KLABAUTAMANN an Seefahrerromantik denkt, liegt so verkehrt nicht, denn auf ihrem neuesten und fnften Album "Smaragd" liefert das Duo Florian Toyka und Tim Steffens, die inzwischen seit 1998 ihr Unwesen mit dem Schiffsgeist treiben, ein beachtliches Werk vor, was durch kleine Winkelzge sehr maritim wirkt. Dabei stammt das Duo keineswegs von einer Nordseeinsel und will sich hier nur ein kleines Denkmal unter den Fischern setzen, sondern ist eigentlich im Black Metal zuhause. Diese Mischung bekommen die beiden Musiker auf der Scheibe aber dennoch sehr gut hin. Dabei allein bleibt es aber nicht, denn insgesamt klingt "Smaragd" sehr reif und erwachsen. Mal wird sehr bedchtig in die Tasten gehauen ("In My Shadow"), mal geht es deutlich ruppiger und wilder zu ("Into Depression"). Wer daraus ableiten mchte, dass auch die See nicht immer ruhig und gemchlich vor sich hinpltschert, dem sei diese Interpretation gegnnt. Die Ausgewogenheit ist aber ebenfalls ein groes Plus, da hier immer wieder eine gute Mischung zwischen den einzelnen Liedern gefunden wird. So bleibt die Verffentlichung insgesamt sehr kurzweilig, auch wenn durch die leichte Avantgardnote etwas Vorlaufzeit gebraucht wird. Mit "Saturn" findet sich zudem ein deutschsprachiger Song auf "Smaragd", der aber vollkommen ins Gesamtkonzept passt. Zustzlich sind auch eine ganze Reihe von Gastmusikern vertreten, unter anderem Anna Murphy (ex-Eluveitie, Lethe, Nucleus Torn), die im abschlieenden "Frozen In Time" ihre Stimme zum Besten gibt und einen passenden Abschluss bietet.
Die Frage ist am Ende, wie welches Klientel mit der Platte klarkommt, denn fr klassische Black-Metal-Jnger drfte hier zu viel Melodie und zu viel Klargesang zwischen sein. Fr die andere Seite knnte der schwarzmetallische Einschlag wiederum zu hart sein. Wer aber auf spannende Experimente und gute Vermengungen steht, wird hier wiederum Bestens bedient.
   
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