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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ADORNED GRAVES - Out From The Depth Of The Grave
Band ADORNED GRAVES
Albumtitel Out From The Depth Of The Grave
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.adorned-graves.de
Verffentlichung 07.08.2017
Laufzeit 57:51 Minuten
Autor Matthias Decklar
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Nach der EP "The Hand Of Death" aus dem Jahr 2015 prsentieren die Pflzer ADORNED GRAVES nach langem Anlauf endlich ihr erstes Album. "Out From The Depth Of The Grave" besticht als Eigenproduktion mit einem differenzierten, uerst druckvollen Sound, der locker das zu einfach geratene Frontcover in den Sack steckt. Da verfgt das Inlay ber weitaus bessere Motive. Das war es auch schon mit der Kritik, denn die Band fhrt uns auf eine spannende und jederzeit wechselvolle Reise durch ihre verschiedenen Stilarten, die nicht selten zu einer dampfenden, brodelnden Masse kombiniert werden. Nach der technisch, progressiv angehauchten EP legen ADORNED GRAVES nun ihre wahren Helden als Einfluss offen und das sind nun mal die frhen Doomgtter, kombiniert mit den Thrash- und Death-Einflssen alter Tage. Zunchst steht mit "Out Of The Deep" ein hymnischer, gediegener Choral an der Startposition, bevor ein donnerndes Metallica-Riff die Stille zerreit und "Opus One" auf die Bahn schickt, eine Speednummer, die von vereinzelnen Breaks stellenweise zurckgepfiffen wird und mit einem amtlichen Death-Gesang versehen ist. Danach geht es mit "Primal Ocean" in eine ganz andere Richtung. Episch und mit Doomelementen startet dieser Song, der dann wie ein Sturm brachial losbricht und vernichtend ber das Land zieht. Textlich orientiert man sich im Laurerer Lager am altorientalischen Weltbild Mesopotamiens, das spter von den Hebrern bernommen und somit auch in den biblischen Schriften Einzug gehalten hat. Leben, Tod und Auferstehung, das groe Mysterium der Weltreligionen, die groe Frage der Menschheit. "Hydrophis Archaios" prsentiert dann an vierter Stelle die noch fehlende Stilrichtung im Spiel der Vielseitigkeit von ADORNED GRAVES. Ein brutaler Deather, mit zuckenden Tempiwechsel, donnert in erdrckender Weise wie eine der biblischen Plagen ber uns hinweg. In diesem abwechslungsreichen Sinne spielt sich die Band durchgngig auf hohem Niveau durch diese Scheibe und serviert vor dem Outro "Source Of Life" mit der Bandhymne "Adorned Graves" noch einen ordentlichen Gassenhauer, der dunkel, brutal und schnell noch einmal die Trademarks der Band in Krze widerspiegelt. Lasst euch auf dieses Inferno ein, ihr werdet es nicht bereuen.
   
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