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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MALEVOLENCE - Self Supremacy
Band MALEVOLENCE
Albumtitel Self Supremacy
Label/Vertrieb BDHW / Soulfood
Homepage www.facebook.com/malevolenceriff/
Alternative URL www.malevolenceshred.bandcamp.com/
Verffentlichung 19.05.2017
Laufzeit 48:13 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Die aus dem englischen Sheffield stammenden MALEVOLENCE verffentlichen mit "Self Supremacy" ihr zweites Studioalbum. Fr den Nachfolger zum Debt "Reign Of Suffering" brauchte die Hardcoretruppe ganze vier Jahre, das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.
Denn die Frage, die mir unweigerlich bei den ersten Minuten durch den Kopf schiet, ist, ob es tatschlich mglich sein knnte, dass sich der Hardcore weiterentwickelt hat. Denn was die fnf Burschen von der Insel in den ersten Tracks abfeiern, lsst sich auch als astreine moderne Thrash-Nummer mit Hardcore-Einflssen sehen. Da mag man zwar den Sprechgesang im zweiten Stck "Trial By Fire" etwas ausklammern, aber die Riffs und Soli stnden auch der einen oder anderen Metalband gut zu Gesicht. Auch die beiden Gastauftritte, zum einen vom Comeback-Kid-Snger Andrew Neufeld, zum anderen von Kevin Muller von The Merciless Concept, schmlern den Eindruck zunchst nicht. So geht es vor allem mit viel Wucht und starker Gitarrenarbeit durch die erste Hlfte. Dabei soll auch nicht die Schiebude vergessen werden, die ebenfalls mit dem einen oder anderen Fill und Break berraschen kann. Auch der Gesang von Frontgrunzer Alex, der in "Severed Times" erstmals zu hren ist, passt gut in den Gesamteindruck.
In der zweiten Hlfte, pnktlich nach dem akustischen und ruhig gehaltenem Interlude "4am On West Street", aber macht sich mehr und mehr der Eindruck breit, dass man das Pulver wohl frhzeitig verschossen hat, denn ab diesem Zeitpunkt wird es dann leider doch etwas eintniger. Das liegt einerseits an den vielen hnlich klingenden Grooveparts und Breakdowns, die dann doch hufiger eingesetzt werden, zum anderen an der Gesangsstimme vom Schreihals, der pltzlich ungewhnlich eindimensional wird und auf einmal nur noch das immergleiche macht. Man knnte beinahe meinen, dass "Slave To Satisfaction", "Spineless" und "True Colors" ein zusammenhngendes Stck ergeben sollen, da dies aber nicht explizit ausgeschrieben ist, darf auch Zweifel darber angebracht sein.
So haben MALEVOLENCE zwar eine Menge richtiggemacht, nur leider die Sache nicht bis zum Ende durchgezogen aus meiner Sicht. Htte man das Niveau der ersten Nummern beibehalten, wre man hier nicht um eine Topbewertung herumgekommen. Zwar bleibt "Self Supremacy" auch so noch ein gutes Album, aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass noch mehr drin gewesen wre.
   
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