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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GIANT SLEEP - Move A Mountain
Band GIANT SLEEP
Albumtitel Move A Mountain
Label/Vertrieb Eucalypdisc Records
Homepage www.facebook.com/giantsleep
Verffentlichung 26.05.2017
Laufzeit 51:38 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Achtung, hier stelle ich euch eine recht neue Band vor, die mit "Move A Mountain" ihr zweites Album rausbringt. Giant Sleep bevorzugen einen pulsierenden Mix aus verschiedenen Stilen, was eine grundstzliche Einordnung in ein Genre schwierig macht. Aber eine Katalogisierung finde ich in diesem Fall auch nicht so wichtig, weil der Sound des badisch-schweizerischen Quintetts hchst interessant klingt. Da werden sich nmlich Fans von Stoner Rock genauso angesprochen fhlen wie die Proggies unter euch, aber auch Liebhaber von 70er Jahre Hard Rock kommen voll auf ihre Kosten. Hrt sich wirr an? Na und, aber auch faszinierend halt!
"12 Monkeys" erffnet die Reise von acht Stcken zunchst schleppend und, ja, sehr melodisch, dennoch ist der Song mit einer dsteren Grundstimmung ausgestattet, genauso wie der gleichnamige Film mit Brad Pitt. Danach geht es erstmals deftiger zur Sache, "Freewill Myth" ist zwar hart und schnell, doch wird das Tempo zwischendurch immer wieder mal auf eine doomige Ebene zurckgefahren. Das geschieht alles mit Bedacht und wirkt zu jeder Zeit absolut songdienlich, um es mal etwas plakativ auszudrcken. So wird dem Hrer durch die Musiker quasi aufgezwungen, am Ball zu bleiben und in diese musikalische Achterbahn einzusteigen. Besonders deutlich geschieht dies beim 11-mintigen "Forever Under Ground", das ruhig und sphrisch beginnt, sich jedoch ebenfalls zu einem berraschungs-Ei entwickelt. Snger Thomas Rosenmerkel hat eine wunderbare Stimme fr diesen Stilmix, er beherrscht von hart bis zart alles. Genauso abwechslungsreich geht es weiter, "Last Exit Aargau" (was fr ein bekloppter Titel!) bietet dann zur Abwechslung mal Verbeugungen zu den ganz frhen Siebzigern des Blues Rock und wird mit funkigen Rhythmen aufgelockert. Mir kommt es bei dieser Band so vor, als htten alle fnf Mitglieder vllig verschiedene Geschmcker und Einflsse, weil man sich aber sehr schtzt, bringt man als Band alles unter einen Hut, so dass sich niemand benachteiligt fhlt und mit dem Ergebnis zufrieden ist. Blues, Stoner, Doom, Prog, Alternative, Retro, Hard Rock und was wei ich noch alles...einfach geile Rockmusik am besten! "Love Your Damnation", fast acht Minuten lang, ist dann eine Ballade mit der Textzeile des Albumtitels versehen, die zum Ende hin nochmal vllig ins Gegenteil umschlgt. Es gibt ja im Info-Schreiben immer die bei uns Journalisten gehasste Rubrik "Fr Fans von:" . In diesem Falle stehen da so grundverschiedene Bands wie Pink Floyd, Monster Magnet, Queen Of Stone Age, Black Sabbath oder King Crimson...kann ich ausnahmsweise mal guten Gewissens unterschreiben! Die CD kommt im schmucken Digi-Pack mit schnem und zur Musik passendem Cover-Artwork in die Lden, lediglich ein Booklet mit den Texten fehlt mir zum kompletten Glck. Sehr anspruchsvolle Mucke wurde mir da zugesandt! Wird wirklich Zeit, dass der Riese aus seinem Schlaf erwacht!
   
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