Navigation
                
24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BONE MAN - III
Band BONE MAN
Albumtitel III
Label/Vertrieb Pink Tank Records/Clearspot
Homepage www.facebook.com/bonemankiel
Verffentlichung 21.04.2017
Laufzeit 38:52 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 11 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Bone Man nennt sich ein Rock Trio aus Kiel, das mit "III" ihren, na, wievielten Langdreher rausbringt? Genau, die erste Scheibe hie "I" (2009) und die zweite logischerweise "II" (2013). Die Jungs sind also nicht nur konsequent, sondern auch sehr fleiig, denn dazwischen gab es noch eine Reihe Singles und EPs, die sie am liebsten bei ihren vielen Live-Auftritten in ganz Europa vertickern. So muss das sein, denn laut Info ist die mir bisher unbekannte Truppe stndig auf Tour! Wenn ich mir die Platte so anhre, ist es richtig schade, dass ich Bone Man noch nicht auf der Rechnung hatte, denn was mir auf den acht Songs so entgegenbrettert, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Der (zunchst) hammerharte Opener "Pollyanna" poltert ungestm los, doch verbirgt sich bald zwischen den Zeilen eine feine Melodie und etwas ruhigeres Fahrwasser. Wie soll ich diesen Stil beschreiben? Als werden Kmpfe mit Streitxten gefhrt, die dann immer mal aus den Hnden gelegt wird um das Duell mit feiner Klinge weiterzufechten. Die Gitarren braten und fiepen, Basser und Drummer leisten Schwerstarbeit, doch die tolle, dstere Stimme von Frontmann Marian (auch Gitarre) in Verbindung mit den Melodien gibt dem Ganzen immer wieder eine abkhlende, ruhigere Note. Diese Mischung aus Power Rock, Garage, Blues, Doom und leichtem Psychedelic wirkt ziemlich faszinierend auf mich. Da darf es dann auch mal eine Powerballade sein, die das Trio mit dem famosen "These Days Are Gone" schon an die zweite Position setzten. Am besten gefallen mir die Midtempo-Nummern, etwa das starke und sehr rhythmische "Incognito", das bei jedem Hrer unweigerlich zu Bewegungsdrang von Kopf und Beinen fhren muss. Ein Stck heit "Zeitgeist", ist aber ebenfalls in englisch gesungen und geht in Sachen Geschwindigkeit ordentlich ab. Den nervenden Zwischenpart htte sich die Band meiner Meinung nach jedoch sparen knnen, da knnten berauschende Substanzen im Spiel gewesen sein. Doch "Amnesia" vershnt mich wieder, genau wie das superbe "Wreck Under The Sea" zuvor nach der Repeat-Taste schreit! Klasse Band mit hohem Wiedererkennungswert. Wie wr es mal mit einer Tour zusammen mit den Picturebooks, man wrde sich bestimmt gut verstehen!
   
<< vorheriges Review
OBITUARY - Obituary
nchstes Review >>
HELLWELL - Behind The Demon's Eyes


Zufällige Reviews