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26. Juni 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EVOCATION - The Shadow Archetype
Band EVOCATION
Albumtitel The Shadow Archetype
Label/Vertrieb Metal Blade Records
Homepage www.evocation.se/
Alternative URL www.facebook.com/evocationswe/
Verffentlichung 10.03.17
Laufzeit 37:55 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Auch, wenn die schwedischen Todesbleifetischisten von EVOCATION sich auf die Fahne schreiben knnen, bereits 1991 existiert zu haben, so hat doch erst der Neustart 2005 nach zwlfjhrigem Intermezzo fr den wirklichen Kickstart gesorgt. Brachte man zu Beginn in schner Regelmigkeit neue Platten heraus, so hat man sich fr die neue Scheibe "The Shadow Archetype" aber diesmal etwas mehr Zeit als sonst gelassen, nmlich ganze fnf Jahre.
Grund dafr waren erneute Besetzungswechsel, die die Band auch diesmal arg belasteten, doch in diesem Falle wollte man sich nicht davon unterkriegen lassen, auch wenn mit den Geschwistern Janne Kenttkumpu (Drums) sowie Vesa Kenttkumpu (Gitarre) Grndungsmitglieder und Freunde der Gruppe den Rcken kehrten. Mit Simon Exner (As You Drown, ex-Eternal Chaos) an der Axt und Fredrik Andersson (ex-Amon Amarth, Therion (live), etc.) hinter der Schiebude konnten aber ber die Zeit fhige Leute gefunden werden, um die Ausflle zu kompensieren. Und das Warten hat sich darber hinaus gelohnt, denn die Schweden wissen einfach, wie man den Tod formvollendet auf einen kleinen Rundling gepresst bekommt. Schon vom Intro weg machen EVOCATION klar, wer das Heft in der Hand hlt und machen dabei keinerlei Kompromisse. Ein tiefer whlender Bass, der von einem wuchtigen Schlagzeug untersttzt und zwei typisch-gteborgschen xten flankiert wird. Dabei wirkt der Sound so drckend und gleichzeitig berzeugend, dass keinerlei Zweifel brigbleiben, dass man am Ende auch vollkommen zerlegt wird. Das erste Stck "Condemned To The Grave" walzt mit seinen hymnischen Anlehnungen bereits zu Beginn alles nieder, nach dem eher schnelleren "Modus Operandi" folgt mit "Children Of Stone" unmittelbar das nchste Highlight, welches groflchig fr Nackenschmerzen sorgt. Mit "Blind Obidience" bekommt man zu Beginn der zweiten Hlfte mal eine kleine akustische Pause, ehe es mit "Survival Of The Sickest" in bester EVOCATION-Manier weitergeht. "Sulphur And Blood" drosselt anschlieend noch ein wenig mehr Tempo, nur um mit einem Doublebass-Gewitter und einem feinen Riff das Kopfnicken zu automatisieren.
Auffllig sind auf "The Shadow Archetype" die vielen kleinen melodischen Einschbe der Gitarren, die vom Zeitpunkt her jedes Mal nahezu perfekt gewhlt scheinen, denn sie schwchen die Scheibe keinesfalls ab, sondern heben nur noch mal die Glanzmomente mehr hervor und geben den Liedern insgesamt viel mehr Tiefe.
Mit ihrem fnften Longplayer ist den Schweden eine starke Death-Metal-Platte gelungen, die im derzeit durchweg berzeugenden Segment mit ihrer Intensitt und Durchschlagskraft ein kleines Highlight fr mich darstellt. Um wieder bei meinem neuen zustzlich fr Todesblei eingefhrten zweiten Bewertungskriterium auszukommen, ob "The Shadow Archetype" eine Platte ist, die man sich ins Regal stellen sollte, kann ich mit Fug und Recht sagen: Definitiv!
   
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