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27. April 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE PICTUREBOOKS - Home Is A Heartache
Band THE PICTUREBOOKS
Albumtitel Home Is A Heartache
Label/Vertrieb Another Century/Sony
Homepage www.thepicturebooks.com
Alternative URL www.facebook.com/thepicturebooks
Verffentlichung 10.03.2017
Laufzeit 44:25 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Diese Band mit dem wunderschn klingenden Namen The Picturebooks ist mir schon lnger ein Begriff, denn sie ist quasi bei mir in der Nachbarschaft zuhause. In einer Scheune im Landkreis Gtersloh basteln die beiden Freunde Fynn Claus Grabke (guit, vox) und Philipp Mitschink (dr) an ihren Harleys, den Instrumenten und der Musik. Auch in der Skateboardszene sind sie seit Jahren aktiv und Reisen in die USA sind keine Seltenheit. Die Info besagt zwar, dass "Home Is A Heartache" das zweite Album der Band ist, was aber nicht ganz richtig ist. Meines Wissens nach ist es nmlich schon die vierte Platte seit 2009 der als Trio gestarteten Formation, die jedoch seinerzeit mit einfacher gehaltenem Alternative Rock loslegten und sich mit dem Vorgnger "Imaginary Horse" in bluesige Indianer Reservate wagten und mit dieser speziellen Mischung als Duo weitermachten. In der Gtersloher "Weberei" sind The Picturebooks natrlich Stammgste und bescherten den Fans zahlreiche umjubelte und energetische Auftritte in der Vergangenheit.
Allein deshalb freute ich mich natrlich, "Home Is A Heartache" schon vor der offiziellen Verffentlichung zwecks Rezi auf die Ohren bekommen zu haben.
Ich sprach ja die Affinitt der beiden Musiker zu den USA an, was sich auch wie ein roter Faden durch die 14 neuen Songs zieht. Indianische Rhythmen zum Beispiel bei "Wardance", dem eigentlichen Opener, der nach dem gesungenen kurzen Intro "Seen Those Days" folgt. Auch der Titelsong greift das Thema Indianer gut auf und entwickelt sich zu einem ruhigen, jedoch auch mitreienden Ohrwurm. Auch im weiteren Verlauf werden immer wieder indianische Gesnge integriert, wie bei "Cactus", das neben der Slide Guitar zudem mit Schellen und Pauken begleitet wird. Das Duo legt groen Wert auf Vintage, das heit man benutzt analoge Aufnahmetechniken und teilweise selbst gebaute Instrumente, was zwar zur Zeit gerade bei Retro Bands beliebt ist, in dieser puren Art und Weise wie im Falle der Picturebooks jedoch auch mutig klingt. Denn der Sound hrt sich dermaen roh und unverflscht an, dass man meinen knnte die Jungs spielen live in der Scheune nebenan.Da ist viel Hall und kein Filter strt den direkten Draht zwischen Mikro und Instrumenten zum Ohr des Hrers. Manchmal klingt das sehr minimalistisch ("The Roads I`ll Die"), jedoch dadurch auch kraftvoll, pur und halt direkt. Der gute alte Gevatter Blues spielt bei diesem Album ebenfalls eine sehr groe Rolle, was Fynn gerne mit der Slide Guitar untermauert. Auch die wunderschne Akustikballade "I Came A Long Way For You" wei zu begeistern. Das groartige Cover passt wie Faust auf`s Auge zu dieser Musik, die einen beim Hren tatschlich mit auf einen faszinierenden Ritt durch Apachengebiet mit Ausflgen in die Smpfe der Sdstaaten nimmt. Von Kommerz weit und breit keine Spur, aber anders ist ja nicht immer schlecht...
   
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