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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GEORGE THOROGOOD & THE DESTROYERS - Live At Rockpalast-Dortmund 1980 (2 CD + DVD)
Band GEORGE THOROGOOD & THE DESTROYERS
Albumtitel Live At Rockpalast-Dortmund 1980 (2 CD + DVD)
Label/Vertrieb MIG Music/Indigo
Homepage www.georgethorogood.com
Verffentlichung 24.02.2017
Laufzeit 42:15 & 39:40 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Die vielen Konzerte im Rahmen der Rockpalast-Reihe, bekanntermaen ein Kind des WDR, erzhlen manchmal die seltsamsten Geschichten. Ich wiederhole mich sicherlich, doch ist eine groe Strke der schnen Verffentlichungen der jngsten Zeit von MIG-Music, dass auch viele bei uns unbekanntere Knstler bedacht werden und/oder erstmalig auf Konserve zu hren bzw. zu sehen sind. So auch der Auftritt der US-amerikanischen Blues Rock Musikers George Thorogood und seiner Band, den Destroyers. In seiner Heimat gehrt der filigrane Gitarrist und Snger nmlich zu den ganz Groen, und das schon seit den siebziger Jahren. Der mittlerweile 67-Jhrige ist immer noch aktiv und seine Spezialitt ist das Spiel mit der Bottleneck, also das Bearbeiten der Saiten mit dem glsernen Flaschenhals um den Finger, was einen besonderen und schnen Sound bringt. Im klassischen Blues Rock ist das zwar nicht gerade eine Seltenheit, erfordert aber von den jeweiligen Gitarristen besonders viel Gefhl und Knnen! Auch im Southern Rock wird diese Technik des Slidens gerne eingesetzt. Doch ich komme zu meinem Eingangssatz zurck, denn das damalige Konzert im November 1980 in Dortmund war unter mehreren Gesichtspunkten ein ganz spezielles. Denn es fand in einer kurzen Pause whrend einer groen US-Tour statt, was also einen anstrengenden Kurztrip von Flug, Konzert und den sofortigen Rckflug am nchsten Morgen zur Folge hatte. Zudem verga Basser Bill Blough beim Abflug seinen Pass am Flughafen! Er musste also nach Chicago zurckreisen, seinen Ausweis holen und mit einer spteren Maschine nach Dsseldorf fliegen. So kam er erst kurz vor dem Auftritt in Dortmund an, was man aber nicht merkte, denn aufgrund der o.a. US-Tour brauchte die Band keine groartigen Proben und war gut gelt. Aber damit noch nicht genug mit den Geschehnissen. Denn das Konzert war nicht gerade gut besucht und vor der eh kleinen Bhne war noch eine Menge Platz. So dauerte es eine Weile, bis die Leute in Schwung kamen und mussten immer wieder vom Frontmann zum Klatschen und Mitmachen animiert werden. Bei der Zugabe bat der Saxophonist Hank Carter, der ein paar Brocken Deutsch sprach die Zuschauer doch nach vorne zu kommen. Die verstanden die Aufforderung etwas falsch und enterten einfach die Bhne, wo es dann zu einer gemeinsamen Spontan-Party kam. Sowas bleibt natrlich bei Fans und Musikern fr ewig im Gedchtnis! Das alles gibt es jetzt auf 2 CDs und einer DVD zu erleben. Dabei gibt es am Sound nichts zu meckern, man sollte aufgrund des Alters der Aufnahmen im visuellen Bereich natrlich Abstriche machen. Die Bilder kommen doch arg dunkel und teilweise unscharf daher, zudem gab es damals halt nur das 4:3 Format (Balken auf dem Breitbild-TV!). Aber aufgrund der beschriebenen Geschichten gehrt der Gig halt zu einem der denkwrdigsten in der Rockpalast-Historie, an dem musikalisch mit fast anderthalb Stunden knackigem Blues Rock (Standards, Coverversionen und eigene Stcke) gar nichts auszusetzen gibt. Hier fr alle Interessierten die Setlist:

House Of Blue Lights; Kids From Philly; I`m Wanted; Cocaine Blues; House Rent Blues/One Scotch, One Bourbon, One Beer; It Wasn`t Me; Madison Blues; Goodbye Baby (Can`t Say Goodbye); New Hawaiian Boogie; Can`t Stop Lovin`; Who Do You Love; Bottom Of The Sea; Night Time; No Particular Place To Go; Reelin`And Rockin`
   
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