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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ERIC GALES - Middle Of The Road
Band ERIC GALES
Albumtitel Middle Of The Road
Label/Vertrieb Mascot Label Group/Rough Trade
Homepage www.ericgalesband.com
Verffentlichung 24.02.2017
Laufzeit 50:20 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Die Musik von Eric Gales, einem in Memphis geborenen Blues Gitarristen, war mir bis jetzt nicht bekannt, obwohl ich den Blues selbst gerne mag und auch einigermaen im Thema bewandert bin. Aber es gibt ja das Internet im Allgemeinen und youtube im Speziellen, weshalb ich mich natrlich ber den dunkelhutigen Musiker etwas informiert habe. So erfuhr ich, dass Eric Gales 1991 im zarten Alter von 16 Jahren sein amerikanisches Major Debt einspielte und seitdem schon satte 14 Studioalben und zudem noch einige Live-Platten verffentlicht hat. Er wurde seinerzeit als Wunderkind an der Gitarre gehandelt und unter seinen Verffentlichungen gehren rein instrumentale Sachen, eher rockige Scheiben und auch Geschichten, die ins Jazzfach gehren. Auch eine gewisse Nhe zu Jimi Hendrix wird ihm nachgesagt, ja sogar von einer "Wiedergeburt" der Gitarren-Legende wird hier und da gesprochen.

Gut, ich war nie wirklich ein groer Fan von Hendrix, fr mich gehrt er ehrlich gesagt zu einem der berbewertesten Gitarristen und ich hoffe, dass mir das jetzt niemand bel nimmt und/oder als Majesttsbeleidigung auffasst. Aber hey, Geschmcker sind halt verschieden und ich mag die kommerziellen Blues Rock Platten von Gary Moore, Bonamassa, Johnny Lang, Ansley Lister oder King King halt lieber, nur um mal einige von meiner langen Liste zu nennen.

Trotzdem freute ich mich auf aufgrund des Gelesenen sowie der berschwnglichen Info der Plattenfirma sehr auf diese CD, mit der der Bekanntheitsgrad des Eric Gales in unseren Breiten noch gesteigert werden soll. Und jetzt, nachdem ich "Middle Of The Road" den mittlerweile vierten Durchgang gnnte, bin ich endlich zu (m)einem Ergebnis gekommen.

Eric Gales legt dem geneigten Blues Fan hiermit ein sehr abwechslungsreiches Album vor, das durch "Good Time" mit einem beschwingten Gospel erffnet wird. Danach wird es ersteinmal fr 3 Nummern sehr solide und traditionell (z.B. "Change In Me"-Anspieltip!), bevor mit "Been So Long" gar Reggea-Rhythmen dazukommen. Dabei gefllt mir die warme Stimme des Musikers recht gut, doch habe ich ehrlich gesagt schon bessere Rhren gehrt. Auch die Gitarrenarbeit ist absolut okay, aber von einem ehemaligen "Wunderkind" habe ich mir irgendwie doch mehr versprochen. Es wird mir sogar etwas langweilig, vieles ist mir zu gleichfrmig, wie etwa die weiblichen souligen Backgrounds in fast jedem Stck. Auch Punch, etwas Dreck oder Rock fehlen mir, meistens ist mir das schlicht gesagt zu brav. Aber die wunderschne Ballade "Help Me Let Go" ist ein absolutes Sahnestck, obwohl die mit Blues musikalisch absolut nichts zu tun hat, sondern mit Pop. Mit dem Rausschmeier "Swamp" gibt es ein Instrumental, das zwar die Fhigkeiten an der Gitarre des Knstlers zeigt, mich jedoch trotzdem eher nervt als unterhlt.Aber es soll textmig ein autobiografisches Album sein, das die persnliche Seite des Eric Gales in den Vordergrund stellt. Mich berhrt es allerdings bis auf wenige Ausnahmen nicht so sehr, auch weil mit "I Don`t Know" eine wirklich seltsame und schwer zu beschreibende Nummer darunter ist, die ich nicht einzuordnen vermag.
Richtig prima ist jedoch die Produktion und der Mix des Albums, jedes Instrument ist deutlich zu erkennen und hebt sich gut ab. Lange nicht mehr ein so ausgewogen produziertes Album gehrt! Und so gibt es einige Strken wie die Vielseitigkeit des Knstlers oder sein zweifellos vorhandenes Knnen an den 6 Saiten und am Bass, den er hier auch noch eingespielt hat. Aber es bleibt dabei, die meisten Songs auf diesem Album hinterlassenen bei mir leider keinen bleibenden Eindruck.
   
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