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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DANNY WORSNOP - The Long Road Home
Band DANNY WORSNOP
Albumtitel The Long Road Home
Label/Vertrieb Earache Records/Warner
Homepage www.thesnop.com
Verffentlichung 17.02.2017
Laufzeit 40:15 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Danny Worsnop ist eigentlich noch ein Jungspund in der Musikszene, ist er doch gerade mal 27 Jahre jung. Trotzdem hat der Asking Alexandria Snger schon privat einiges hinter sich, Weibergeschichten en masse, Drogen-und Alkoholsucht sowie die dadurch verursachte zeitweise Obdachlosigkeit und Aufenthalt in einer Entzugsklinik lieen fr ihn keine groe Zukunft als Knstler erwarten. Danny wurde ja in Grobritannien geboren, lebt aber mittlerweile schon eine Weile in den USA. Hier hat der stimmgewaltige Shouter, der mit seiner Stammband AA ja dem harten Metalcore frnt, jetzt sein lang angekndigtes Soloalbum endlich fertig gestellt. Wer jetzt hnlich aggressive Klnge wie bei AA erwartet, der wird sich verwundert die Ohren reiben. Denn Danny Worsnop hat sich dafr entschieden, seine persnlichen Geschichte mit einer Mischung aus Country, Blues, Americana und Singer-Songwriter musikalisch aufzuarbeiten. Das gelingt dem sensiblen Knstler mit "The Long Road Home" auch ausgesprochen gut, was fr alle 12 Songs auf dem Album gilt. Was mir besonders gut gefllt sind dementsprechend auch die Texte, die trotz aller negativen Themen nicht immer als kitschige Balladen angelegt sind, sondern durchaus mit schmissigen, ja frhlichen Melodien glnzen. Als Beispiele dienen etwa "Mexico", "I Feel Like Shit" oder "Don`t Overdrink It", die allesamt seine verschiedenen Schte thematisieren. Aber durch die intensive Musik kommt auch die groartige Stimme Worsnops besonders gut zur Geltung, was durch den vllig gegenstzlichen Gesangsstil bei Asking Alexandria in dieser Art und Weise nicht zu erahnen war. Das funktioniert bei den ruhigen Stcken natrlich am besten, so wie beim Gnsehaut erzeugenden Opener "Prozac" oder den nicht minder einfhlsamen "Anyone But Me", der Akustik-Ballade "High" oder dem grandiosen "Same Old Ending". So klingt das Album insgesamt zwar sehr amerikanisch, jedoch auch abwechslungsreich, einfhlsam und einfach wunderschn. Anspruchsvolle Songs, die zum Zuhren einladen und viele Gnsehautmomente bescheren. Musik als Therapie kann also funktionieren. Fans von The White Buffalo sollten auch hier unbedingt mal reinhren, denn es lohnt sich!
   
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