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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

HAIL SPIRIT NOIR - Mayhem In Blue
Band HAIL SPIRIT NOIR
Albumtitel Mayhem In Blue
Label/Vertrieb Dark Essence Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/hail-spirit-noir-260062...
Verffentlichung 28.10.2016
Laufzeit 40:30 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Die griechischen HAIL SPIRIT NOIR scheinen im Untergrund schon lnger eine angesagt Nummer zu sein, oder zumindest haben sich die aus Thessaloniki stammenden Musiker einen entsprechenden Status erarbeitet. Mit "Mayhem In Blue" gibt es nun den Nachfolger des vielbeachteten Vorgngers "Oi Magoi".
Mit ihrer Mixtur aus Prog-Elementen, Black Metal, Rock'n'Roll und psychedelischen Keyboard-Verstzen bietet das Trio schlielich auch eine nicht alltgliche Mischung, die man erstmal etwas wirken lassen muss. Wenn man sich aber auf "Mayhem In Blue" einlsst, wird man in absolut abgefahrene Klangwelten entfhrt, die irgendwo aus den Horrorfilmen der Sechziger oder Siebziger Jahre zu stammen scheinen. Das zumindest ist mein persnliches Bild, was sich nach und nach immer mehr verfestigt hat. Das liegt vor allem an den Synthie-Klngen, die hier oftmals nach Filmmusik klingen. Ist der Opener "I Mean You Harm" aber noch recht bieder, so wird erstmals beim Titeltrack die Atmosphre richtig angeheizt und man wird tief nach unten mitgenommen. Wenn es dann noch eine Definition des Begriffes 'psychedelisch' bedarf, dem sei "Riders To Utopia" ans Herz gelegt, der wieder etwas aggressiver als "Mayhem in Blue" agiert, aber durch die Synthie-Tne herrlich verschroben und dadurch keinesfalls hart wirkt, auch wenn Snger Theoharis wieder ordentlich schreit. Mit "Lost In Satan's Charms" hat man im Anschluss ein elfmintiges Epos geschaffen, was alle Qualitten von HAIL SPIRIT NOIR auffhrt und beweist, dass alles Hand und Fu hat, was hier gemacht wird. Das Trio ist nicht nur kreativ und bereit, gewisse Grenzen links liegen zu lassen, sondern diesen ganzen Potpourri auch noch vernnftig zu vermengen. Auch wenn der Hhepunkt damit bereits erreicht ist, gibt es mit "The Cannibal Tribe Came From The Sea" und "How To Fly In Blackness" noch zwei weitere Stcke, die ebenfalls in diesen Kompott passen und sich keinesfalls hinter dem bisher Gehrten verstecken mssen. Whrend Ersterer etwas doomig wirkt, ist vor allem Letzterer zu Beginn eine ganz schrge Sixties-Nummer, die sich im weiteren Verlauf noch steigert und am Ende einen beruhigenden Abschluss bietet.
Wer Bock auf Experimente hat und Dinge gut findet, die Genregrenzen zu sprengen wissen, darf bei HAIL SPIRIT NOIR beherzt zugreifen. Zudem muss man keine Angst haben, hier ein reines Experiment vorzufinden, denn die Jungs knnen ihre Instrumente auch noch toll bedienen. "Mayhem In Blue" ist fr mich noch mal ein Highlight zum Ende des Jahres!
   
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