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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DOWNFALL OF GAIA - Atrophy
Band DOWNFALL OF GAIA
Albumtitel Atrophy
Label/Vertrieb Metal Blade Records
Homepage www.facebook.com/downfallofgaia
Alternative URL www.downfallofgaia.com
Verffentlichung 11.11.2016
Laufzeit 40:44 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Der Werdegang der internationalen DOWNFALL OF GAIA, die in Berlin, Hamburg und New York City beheimatet sind, liest sich durchaus spannend. Zu Beginn bei der Grndung 2008 war man noch in der Crust-Punk-Schublade zu finden, ehe man den Sound nach und nach verndert hat. Inzwischen ist man in der Post-Black-Metal-Schiene angekommen, mit "Atrophy" verffentlicht das Quartett nun sein viertes Album.
Auffllig von Beginn an ist der Sound, der mit sehr viel Hall und Raumklang arbeitet. Dadurch entwickeln die Stcke alle eine gewisse Beklommenheit, die aber als atmosphrischer Charakter ein sehr starkes Eigenbild produzieren. Fr einen Song wie "Woe" mit seinen tragenden Gitarrenmelodien ist der Klang wie geschaffen, der zunchst undifferenziert erscheint, weil er ein leicht verschwommenes Bild zeichnet, im zweiten Moment aber absolut Sinn macht. Ebenso das sehr scheppernde, aber dafr stark im Hintergrund bleibende Schlagzeug, das durch diesen Mix in genau den richtigen Momenten auf dem Punkt da ist, wenn es aber wilder hergeht, wie im Mittelteil von "Ephemerol", das Gesamtbild lediglich komplettiert als zu dominieren. Der "Gesang" ist ebenfalls speziell, weil auch er sich eher zwischendurch nach einem schreienden Mdchen in der Tiefgarage anhrt, als nach einem erwachsenen Mann, der die "Widersinnigkeit des menschlichen Daseins", wie das Label schreibt, in poetische Worte kleidet. Dadurch, dass aber eben auch nur saisonal gekreischt bzw. geschrieen wird und sich die beiden Snger Anton Lisovoj, Basser, und Dominik Goncalves dos Reis, Gitarrist, die Arbeit teilen, ist genug Abwechslung vorhanden und es tritt keine bersttigung dessen ein. Mit "Ephemerol II" gibt es auch ein kurzes Instrumentalstck, das einen Moment der Ruhe gnnt, nach den im Schnitt neun Minuten dauernden ersten drei Liedern, ehe es mit dem Titeltrack noch mal zur Sache geht. Den Abschluss bildet "Petrichor", welches hektisch beginnt, zur Hlfte aber in ein Klavierspiel fadet und damit endet.
Die vierte Scheibe von DOWNFALL OF GAIA ist keine leichte Kost, die man sonntags mittags beim Kaffee hrt. Zudem braucht "Atrophy" Zeit, entwickelt sich aber mit der Dauer und legt sich schlielich wie ein samtiger Film auf Gehrsynapsen. Wer Bands wie Ghostbath, die australischen Austere oder auch Alcest seine Favoriten nennt, wird hier bestens bedient.
   
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