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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

INSOMNIUM - Winter's Gate
Band INSOMNIUM
Albumtitel Winter's Gate
Label/Vertrieb Century Media Records/Sony Music
Homepage www.insomnium.net
Verffentlichung 23.09.2016
Laufzeit 40:00 Minuten
Autor Katharina May
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Insomnium haben den Stein der Weisen hergestellt, die Essenz allen Seins erfahren, die Quadratur des Kreises errechnet, den Missing Link gefunden und die Existenz Gottes nachgewiesen. Alles auf einem Album, in einem Song, in genau 40:00 Minuten. Wie der geneigte Leser an meiner berbordenden Lobhudelei vielleicht absehen kann, handelt es sich bei "Winter's Gate" um eines der besten Melodic Death Alben des Jahres. Liebe Konkurrenz, der Winter naht! Mich drstet nach mehr, um der dunklen Jahreszeit auch ihre gebhrende musikalische Untermalung zu gewhren. "Winter's Gate" ist ein Konzeptalbum, bestehend aus einem einzigen Song, der auf einer Kurzgeschichte von Frontmann Niilo Sevnen basiert. Es geht um Wikinger, die sich auf die Suche nach einer sagenumwobenen Insel jenseits der Kste Irlands begeben. Insomnium schaffen es den Hrer die Reise selbst erleben zu lassen. 40:00 Minuten lang fhlt man sich, als ob man durch winterlich-karge Landschaften irren. Eine unglaubliche Sounddichte steigert die Intensitt dieses Hrerlebnisses. Das durchstampfende Schlagzeug treibt mich weiter, die fauchenden Growls erinnern mich immer wieder an mein Ziel und die Gitarrenriffs schneiden durch die Luft, wie mein scharfes Schwert durch meine Gegner. Damit ich die Hoffnung nicht aufgebe, mein Ziel doch noch zu erreichen, erscheinen mir geheimnisvolle Keys-, Cleargesang- und Chorelemente am Horizont. Die Wechsel von klassischen Melodic Death-Passagen hin zu Progressivem, das bald an Pink Floyd, bald an Opeth erinnert, verleihen dem Projekt eine unheimliche Spannung, die es Insomnium gelingt aufrecht zu erhalten. Dadurch bleiben sie dem Weg treu, den sie schon auf "Shadow of the Dying Sun" eingeschlagen haben und zeigen einmal mehr ihre gesamte Bandbreite.

Fazit: Das Album ist sicher nichts, um es nebenher beim Bgeln laufen zu lassen, sondern sperrig und will aktiv gehrt werden. Wer sich aber darauf einlsst, kann auch nach dem fnften Mal, noch etwas Neues entdecken. Seit Inter Armas "The Cave" bin ich sowieso ein groer Fan von solchen Mammutprojekten, und wenn sie dann auch noch so toll gelingen: Daumen hoch!
   
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