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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SERPENTINE DOMINION - Serpentine Dominion
Band SERPENTINE DOMINION
Albumtitel Serpentine Dominion
Label/Vertrieb Metal Blade / Sony Music
Homepage www.facebook.com/serpentinedominion
Verffentlichung 28.10.2016
Laufzeit 26:47 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Haaaach, Nebenprojekte, die Geiel der Musikwelt... ok, ganz so schlimm ist es dann doch nicht, aber oftmals fragt man sich doch nach Sinn oder vielmehr Unsinn einer Zweitband eines scheinbar wenig ausgelasteten Musikers, die sich in den Grundzgen nur wenig vom eigentlichen Bettigungsfeld des selben unterscheidet und der Welt im Grunde nichts zu bieten hat.
Deswegen war ich auch nicht unbedingt mrderisch gespannt, als ich von Serpentine Dominion hrte, dem 400 Euro-Spielplatz von Killswitch Engage Zappelphilipp und Gitarrero Adam Dutkiewicz und Cannibal Corpse Frontschwein George Fisher. Ich schtze die Hauptbands beider Knstler sehr, doch konnte ich mir nicht vorstellen, dass die Kollaboration der Herren mich in irgendeiner Form tiefer beeindrucken wrde.
Oh, wie habe ich mich geirrt. Das gleichnamige Album findet seinen Weg nun schon seit Wochen immer wieder in meine Ohren, weitaus fter als dies zu besprechende Alben in der Regel tun, und das hat einen gewichtigen Grund; "Serpentine Dominion" killt von vorn bis hinten und lsst manch ein Album der Hauptbands gar durchschnittlich wirken (z.B. das meines Erachtens eher halbgare letzte KSE-Album).
Von einem semi-akustischen Intro erffnet, fr das Metallica tten wrden geht es ber in den vorab verffentlichten Ultrabrecher "The Vengeance In Me". Corpse'scher Knppel-Death mit Hooks, die ihren Namen verdient haben und einem groartigen Gangshout-Refrain in 2 1/2 Minuten energisch dargeboten. "Vanquished Unto Thee" groovt dann noch eine Ecke konsequenter und lsst dich nach mehr flehen. Was hier dann zum ersten mal deutlicher durchkommt ist Dutkiewiczs Einfluss, der sich neben der grandiosen Gitarrenarbeit im melodischen Gesang im Refrain widerspiegelt.
Der Fluss an geilen Riffs, dicken Grooves, prgnanten Gesangslinien und Ohrwurmmelodien will einfach nicht abreien und mein Entzcken kennt keine Grenzen mehr, als es ans zweite Instrumental "Prelude" geht, welches den berhit "This Endless War" und damit leider auch schon den Schluss eines sensationell guten Albums einleitet. Womit wir beim einzigen Kritikpunkt wren, der Spielzeit von nicht einmal 27 Minuten. Da diese aber auf einem durchweg berragenden Level spielen, soll mir das letztlich auch hupe sein.
"Serpentine Dominion" spielt (bei mir) ganz klar beim Kampf um die oberen Pltze in den Bestenlisten 2016 mit und sollte von jedem (!) Metalfan umgehend angetestet werden. Sahnestck!
   
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