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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ESCARNIUM - Interitus
Band ESCARNIUM
Albumtitel Interitus
Label/Vertrieb Testimony Records / Soulfood
Homepage www.facebook.com/escarnium/
Alternative URL www.escarnium.bandcamp.com/
Verffentlichung 14.10.2016
Laufzeit 37:58 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Auch am Zuckerhut ist nicht immer alles nur Copacabana und Samba. ESCARNIUM aus Salvador im Bundesstaat Bahia zeigen mit ihrer zweiten Langspielrille "Interitus", dass es auch anders zugehen kann. Wer Lust hat, sich von feinstem Todesblei der Marke Incantation oder Immolation filettieren zu lassen, ist bei den Sdamerikanern goldrichtig. Aufgenommen wurde das gute Stck aber nicht auf der anderen Seite der Erde, sondern unmittelbar um die Ecke in den Hewwetover Studios in den Niederlanden, wo man sich den richtigen Schliff verpassen lie. Herausgekommen ist ein Album, welches vor allem durch seine Stimmung zu berzeugen wei. Die tiefen Kellergewlbe und der faulige Leichengeruch sind frmlich auf den Lippen zu schmecken, whrend man sich Nackenbrecher wie das hitlastige "Starvation Death Process" oder das morbid-walzende "The Gray Kingdom" in die Gehrgnge presst. berzeugend ist dabei auch die Anordnung der verschiedenen Stcke, die zwischen drei und beinahe sieben Minuten alle Spiellngen abdecken. So folgt auf beinahe jedes lngere Stck eine krzere Nummer, was die Geschichte merklich auflockert und zu einer guten Dynamik fhrt, wenn man das bei dem Geprgel berhaupt noch sagen kann.
Neben der Stimmung ist es aber vor allem jene, die dem Rundling einen noch sympathischeren Anstrich verpasst. So wenig man eigentlich heute noch an einem durchschnittlich bis guten Death-Metal-Album falsch machen kann, soviel macht das Quartett hier richtig, in dem es an genau den richtigen Stellen die Stellschrauben noch ein wenig weiter aufdreht. So schwer das auch in Worte zu kleiden ist und so wenig verstndlich das klingt, so sehr hat es mir die Scheibe mit zunehmender Spieldauer angetan. Mag man am Anfang noch etwas weggepustet werden von der Blasterei und dem Geballer, so stellt sich nach und nach die berzeugung ein, dass "Interitus" doch weit ber dem Durchschnitt liegt. Zunchst ist es nur ein Gefhl, mit jedem Durchlauf verfestigt sich der Gedanke aber und wirkt daher am Ende auch berzeugend.
Fr diejenigen, die dem nicht wirklich folgen konnten, sei hier noch mal zusammenfassend gesagt: ESCARNIUM haben mit "Interitus" fr Todesbleifetischisten eine wirklich starke Scheibe abgeliefert, auch wenn ich das nicht gut begrnden kann. Aber wir knnen uns ja gerne mal ber Geschmack streiten!
   
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