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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SEEKER - Loss
Band SEEKER
Albumtitel Loss
Label/Vertrieb Victory Records
Homepage www.facebook.com/seekertx/
Verffentlichung 14.10.2016
Laufzeit 25:43 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Lange schon habe ich keinen so kompromisslosen Hass mehr gehrt, wie ihn das Trio von SEEKER auf "Loss", dem zweiten Album der Band, darbietet. Ist Victory Records sonst eher fr Hardcore bekannt, berrascht das Label hier mit einer Band, die sich gar nicht so wirklich eingrenzen lsst.
Die gerade mal 26 Minuten sind in jedem Fall wild, ruppig, schnell und absolut brachial. Drei Herren, die mit ihren Instrumenten einen wahren Abriss zelebrieren, dass man am liebsten in den heimischen vier Wnden gleich mitmachen will. Mit "Without" gibt es noch ein gemchliches Intro, welches mit Rckkopplungen und Zerren spielt und eigentlich die Erwartungshaltung komplett in Richtung Ami-Hardcore lenkt, mit "Throat" gibt es danach aber eine wahre Blast-Orgie, die bei Freunden von derben Metal-Sounds fr feuchte Schlpfer sorgen drfte. Gepaart mit dem schonungslos an die Grenzen gehenden Organ von Snger Bryce Lucien macht das schon unmittelbar zu Beginn sehr viel Lust auf mehr. Auch die folgenden Nummern stehen der Wucht in nichts nach, begrenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass SEEKER ihren Stiefel weiter runterspielen bzw. beibehalten. Hier wird nicht effektheischend mal ein Downbeat oder hnliches eingebaut, man bleibt einfach im hohen Tempo und bt dadurch nichts von der gewollten Aggressivitt ein. Erst "Swallowed" drosselt die Geschwindigkeit etwas, wird dadurch aber nicht weniger morbide, denn die Gitarre leistet groartige Arbeit, dass es auch ja nicht zu gewhnlich wird. Verstrkt wird die Trgheit in diesem Falle noch, da es sich um den zweitlngsten Song mit knapp vier Minuten Spielzeit handelt, wohingegen zuvor kein Stck die Dreiminutengrenze berschritten hatte. Den passenden Kontrast bietet das gerade mal 61 Sekunden lange und folgende "Welcome Death", ehe es mit "Empty Vessel" den abwechslungsreichsten Track auf der gesamten Platte gibt. Hier bringen SEEKER dann auch gleich alle positiven Eigenschaften wie Geschwindigkeit und deren Variabilitt, Druck, Tiefe, Stimmung und Dramaturgie in einem Song unter. Zum Ende gibt es mit "Self Harm" noch mal ein kurzes Instrumental, welches als Auftakt fr den abschlieenden Titeltrack gesehen werden kann, der eher wieder in die Richtung "Swallowed" geht und mehr durch Vehemenz besticht.
Die Texaner SEEKER bieten auf ihrem zweiten Album "Loss" letztlich eine Mischung aus Dying Fetus, nur ohne das Gegrunze, und den italienischen Hierophant, nur ohne den Crust. Wer sich zwischen solchen Bands wohlfhlt, wird SEEKER lieben.
   
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