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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BRUJERIA - Pocho Aztlan
Band BRUJERIA
Albumtitel Pocho Aztlan
Label/Vertrieb Nuclear Blast Records
Homepage www.brujeria.com
Alternative URL www.facebook.com/brujeria
Verffentlichung 16.09.2016
Laufzeit 46:00 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Anfang der 90er machte eine Band im (extrem-) metallischen Untergrund auf sich aufmerksam, die vorgab, aus gesuchten mexikanischen Verbrechern, genauer noch Drogenbaronen zu bestehen. Schnell war klar, dass das Ganze lediglich ein Allstar-Projekt war, doch das Image hatte wertvolle Arbeit geleistet, und so waren Brujeria schnell in aller Munde. Prgelte man anfangs noch ungezgelten Grindcore, pendelte sich der Stil der Band mit dem Major-Einstand "Raza Odiada" bei brutalem Thrash mit Death Metal und Hardcore-Einflssen ein. 5 Jahre spter gab es mit "Brujerizmo" das bis jetzt letzte regulre Studioalbum der... Gangster, unter denen sich mittlerweile unter anderem Jeff Walker (Carcass) und Adrian Erlandsson (ehemals At The Gates) und seit den Anfangstagen Mopp-Mnch Shane Embury (Napalm Death) befinden.
16 Jahre spter haben die Mitglieder offensichtlich noch mal einen gemeinsamen Zeitraum gefunden und Lust versprt, ihrem Schaffen eins drauf zu setzen. Internet sei Dank, glaubt heute natrlich kein Mensch mehr die Story hinter der Band, also sollte man schon mit Qualitt glnzen (nicht, dass man das in der Vergangenheit nicht getan htte) und hey, der Punkt geht an unsere Verbrecher. "Pocho Aztlan" wird das Genre gewiss nicht umkrempeln, wei aber durch einige Punkte zu berzeugen. Da wre als erstes natrlich der herrlich untrendige Sound, der noch am ehesten als rudig-reduzierte Soulfly ohne jeglichen Tribal-Krimskrams bezeichnet werden kann. Des Weiteren verleiht das spanische Gebrll dem Ganzen einen latent asozial-aggressiven Touch und eine gewisse Authentizitt. Man mchte streckenweise wirklich glauben, dass einem hier ein zur Gewalt neigender, dicker Mexikaner droht, mit dem man keinen Spa machen sollte.
Nun geht es in der guten Dreiviertelstunde nicht ausschlielich auf die Fresse, zumindest nicht nur mittels Hrte oder gar Schnelligkeit. Ein in den Nacken gehender Groove und ein generell mchtig groovendes Fundament sorgen dafr, dass man gerade Kracher wie "Plata O Plomo" oder "Bruja" womglich in Krze auch in euerer Metal-Disco zelebrieren wird.
Dass man dem Grindcore nicht ganz abgeschworen hat, zeigen Songs wie "Satongo", "Culpan La Mujer" oder "Isla De La Fantasia" zumindest ber weite Strecken. Witzig auch die Dead Kennedys Adaption "California ber Aztlan". Mein persnlicher Anspieltipp aber bleibt aber das hllisch groovende UND viehisch brezelnde "No Aceptan Imitaciones", dessen Anfang in unseren Breitengraden jedoch unfreiwillig komisch beginnt; zumindest ich verstehe da nmlich immer "Kamelle!!!".
Kein Muss, aber definitiv ein kurzweiliges Stck Rumpelspa.
   
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