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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DESPISED ICON - Beast
Band DESPISED ICON
Albumtitel Beast
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage www.despisedicon.com
Alternative URL www.facebook.com/despisedicon
Verffentlichung 22.07.2016
Laufzeit 29:01 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Badaboom! Darauf hat die Welt gewartet... also streng genommen ich, aber auch mindestens Heerscharen von Despised Icon Fans. Reunions im Allgemeinen skeptisch gegenber stehend, veranlasste mich diese hier jedoch kurz zur Schnappatmung. Zum einen kam sie fr mich komplett berraschend und zum anderen: Despised Icon, verdammte Scheie!!!
Ja, ich finde die Band extrem geil, ja, dieses Review ist nicht die Definition von objektiv, aber jeder Freund derber Klnge MUSS mir zustimmen, wenn ich sage, dass die Kanadier im Bereich Deathcore zur absoluten Speerspitze zhlen. Wer sich unter diesem Genre zudem nur stumpfes Hangeln von Breakdown zu Slampart vorstellt, muss ohnehin umdenken.
Despised Icon mrteln nmlich auch auf "Beast", ihrem ersten Album seit 7 Jahren eine schlichtweg grandiose Mischung aus Deathmetal, Hardcore und ein wenig Grindcore zusammen, dass einem streckenweise die Spucke wegbleibt. Mit einer schier irrsinnigen Energie wird das Material dargeboten, das die genannten Musikstile vllig geschmeidig miteinander verbindet. Breakdowns werden nicht um ihrer selbst willen dahin gerotzt, sondern mit Verstand und wohl dosiert eingesetzt. Natrlich wird auch hier gekotzt, gequiekt, geschrieen und gebreet. Selbstverstndlich knppelt, groovt und ja, breakdownt es an allen Ecken und Enden, aber, und hier stehen Despised Icon seit jeher fast allein auf weiter Flur, alles in absolut mitreienden, vllig nachvollziehbaren Songs und eben nicht in Ansammlungen hrtester Kopfnickerparts, unterbrochen von strunzlangweiligen Riffs.
Allein das Erffnungsquartett zerschmettert die Konkurrenz mit einem diabolischen Grinsen. Man kann das Blut im Pit bei Songs wie dem zerstrerischen "The Aftermath", dem hardcoreaffinen "Inner Demons", dem mit Black Metal kokettierenden "Drapeau Noir" oder dem Biohazard-im-Berserker-Modus-Song "Bad Vibes" frmlich schmecken.
"Dedicated To Extinction" ist ein grandioses, instrumentales Zwischenspiel, das problemlos aus einem epischen Schlachtenfilm stammen knnte, welches in das ultrabrutale "Grind Forever" mndet. "Time Bomb" und "One Last Martini" knppeln nicht ganz so berzeugend durch den Wald, berrennen 90% der Mitbewerber aber immer noch mit Leichtigkeit.
Nach dem schleifenden Quasizwischenspiel "Doomed" gibt es dann mit dem Titelsong noch mal mchtig vor die Fresse. Sieht man davon ab, dass "Beast" mal gerade eine halbe Stunde dauert und 2 der 8 (richtigen) Songs "nur" gut sind, gibt es an diesem Biest (harhar) von einem Album nichts auszusetzen. Willkommen zurck, Jungs! Die Extrem-Metalwelt hat euch gebraucht.
   
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