Navigation
                
23. August 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WINTERHORDE - Maestro
Band WINTERHORDE
Albumtitel Maestro
Label/Vertrieb Sound Pollution / ViciSolum Productions /Rough Trade
Homepage www.winterhorde.net/
Alternative URL www.facebook.com/winterhorde/
Verffentlichung 20.05.2016
Laufzeit 65:16 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 10 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Das es durchaus mehr Bands aus Israel als nur Orphaned Land gibt, die abwechslungsreiche und spielfreudige Alben einspielen knnen, beweisen deren Landsleute WINTERHORDE mit ihrem neuen Album "Maestro" eindrucksvoll. Damit ist dann auch der langersehnte Nachfolger von "Underwatermoon" von 2010 endlich verffentlicht.
Auf knapp ber einer Stunde Spielzeit wird dem Hrer dabei ein schnes Potpourri aus allen erdenklichen Richtungen des Heavy Metals geboten. Dabei greift die Band auch gerne zu eher genreuntypischen Instrumenten wie Violinen, Saxophonen, etc., aber was ist heute schon noch genreuntypisch. Vielmehr soll dies aber unterstreichen, wie breit gefchert hier die verschiedenen Strmungen sind, die auf dem dritten Longplayer der Israelis zu hren sind. Auch die Spielzeiten der einzelnen Stcke sind teilweise sehr unter unterschiedlich. So gibt es mit "The Heart Of Coryphee" einen wahren Epos von ber elf Minuten, dankbarerweise folgt aber auch sogleich danach mit "A Dying Swan" ein kleines Interlude. Insgesamt experimentieren die Musiker aber innerhalb der Lieder ganz schn herum, so dass man auch eine teils sehr progressive Note feststellen kann, wie im Song "Through The Broken Mirror" oder auch "Worms Of Souls". So schn die Abwechslung aber auch sein mag, sie fhrt dazu, dass kaum ein roter Faden erkennbar ist und man nur sehr schwer in das Album hereinkommt. In jenem Moment schlgt leider auch die lange Spielzeit, die sonst ein groes Plus wre, etwas ins Negative um, denn es erleichtert den Zugang nicht unbedingt. Dabei gibt es durchaus einige Eckpunkte, die Ohrwurmpotenzial haben, wie der Titeltrack oder der Opener "Antipath". Durch all die Klnge, die aber auf den Konsumenten whrend des Verlaufs zukommen, verschwimmt der Groteil und es bleibt nur das Wenigste hngen, was der Scheibe in der Nachbetrachtung nicht nur gut tut.
Dabei soll "Maestro" aber auch nicht kleiner gemacht werden, als es ist. Denn die Flle an Ideen und die Umsetzung sind teilweise ganz stark. Auch beweist es Mut, solche eher unkonventionellen Wege gehen zu wollen. Daher sollte man das Teil auch nicht vorzeitig abschreiben, sondern schlicht eine Menge Zeit einplanen, dann wird man von WINTERHORDE auch ein Stck weit belohnt.
   
<< vorheriges Review
TO CAST A SHADOW - Winter's Embrace
nchstes Review >>
EERIE - Eerie


Zufällige Reviews