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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

DEADLOCK - Hybris
Band DEADLOCK
Albumtitel Hybris
Label/Vertrieb Napalm Records / Universal
Homepage www.deadlock-official.com/
Verffentlichung 08.07.2016
Laufzeit 48:13 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 11 von 15 Punkten
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"Hybris" heit bermut und war auch ein tolles Ballerspiel der 80er Jahre. Deadlock sind eine deutsche Band, die in den letzten Jahren einige Umbesetzungen und auch Schicksalsschlge hinnehmen musste - Bandgrnder und Schlagzeuger Tobias Graf starb 2014 berraschend und pltzlich. Davor gab es schon einen erfolgreichen Sngerwechsel (2011), Bassist John Gahlert bernahm den Posten und jetzt ist auch die pausierende Sngerin Sabine Scherer nach dem zweiten Kind (Glckwunsch!) endgltig ausgeschieden und ihr Platz wurde von ihrer zeitweiligen Vertretung Margie Gerlitzer nun fest ausgefllt. Gerlitzer habe ich schon live gesehen und mich damals gewundert, dass der Gesang doch einen Ticken hher ist, da ich von der Pause Sabines nicht wusste. Auf "Hybris" wurde Gerlitzers Stimme gut in eher mittleren Tonlagen eingesetzt, das ganze Album klingt wie aus einem Guss und ihre Stimme harmoniert prchtig mit John Gahlerts Growls. Musikalisch ist "Hybris" ein geradliniges Melodic Death Metal Album mit kleinen Experimenten! Diese gab es ja schon in der Vergangenheit z B. Im Form eines sehr elektronisch angehauchten Titels. Das Prinzip wiederholt sich nun bei einem Song namens "Ein Deutsches Requiem" mitunberhrbaren Gothic Metal Vibes im hier sehr hohen, weiblichen Gesang. Erst dachte ich dies sollte man lieber den ganzen Symphonicbands berlassen, der Fan sollte aber wissen, dass dieser Titel inklusive einer Schweigeminute ein Tribut der Band an den verstorbenen Drummer ist, musikalisch an Brahms angelehnt ist und somit seine Daseinsberechtigung hat. Ansonsten zndet das Melodic Death / Modern Metal Paket zu jederzeit, auch wenn das zweite deutsch betitelte Lied "Vergebung" ein akustischer Instrumentaltrack ist. Der allgemeine Sound lt auch nichts zu wnschen brig, die Lieder haben Biss und tolle Melodien. Wer auf diese Musik steht und die Band mag, wird hier nicht enttuscht. Nach all den Umbesetzungen der letzten Jahre ist "Hybris", wenn man es kritisch sieht, vielleicht doch nicht so eine "sichere Nummer", definitiv der richtige Weg. Waren sonst die Artworks immer recht stilvoll-dezent, geht es jetzt berraschend blutig etwas in die Vampir-Erotik Ecke, die sonst Bands wie Cradle Of Filth besetzten. Als Bonus gibt es eine ganz ordentliche Banddokumentation auf die DVD obendrauf, die 90 Minuten lang die Formation beleuchtet.

Gute, packende Scheibe mit Biss!
   
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