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20. Januar 2018 - Uhr
 
Die Kolumne

MISTUR - In Memoriam
Band MISTUR
Albumtitel In Memoriam
Label/Vertrieb Plastic Head/Soulfood
Homepage www.facebook.com/mistur
Alternative URL www.mistur.bandcamp.com
Verffentlichung 13.05.2016
Laufzeit 45:17 Minuten
Autor Tony Werner
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Die Band Mistur, ihres Zeichens Norweger, haben da eine eierlegende Wollmilchsau an der Leine welche auf den Namen "In Memoriam" hrt. Normalerweise sollte mir die Scheibe gar nicht gefallen, stehe ich dem Black Metal doch nicht gerade nahe und wohlgesinnt gegenber. Aber genau das ist der Fall, es gefllt mir! Mistur haben es geschafft mich wirklich zu berraschen, auch wenn ich am Anfang so meine Bedenken hatte. Die Band selber entstand aus dem Dunstkreis von Windir und verffentlichte ihr erstes Album "Attende" schon 2009. Nun legen sie mit "In Memoriam" nach, einem wirklichen Brocken aus Black /Death Metal, Prog und stellenweise sogar folkigen Anleihen. Was man direkt heraus hrt ist das kompositorische Knnen der Band, sind die Songs doch schon beinahe liebevoll Arrangiert. Blastgewitter und Gitarrenwnde wandeln sich zu sanften Klangwiesen, Akustikgitarrenklnge mit wunderschnen Melodien, welche mit opethscher Przision in die Lieder eingearbeitet sind nur um wenig spter von der Band einfach niedergewalzt zu werden. Der Aufbau der Songs ist mit keinem anderen Wort als progressiv zu beschreiben und keiner unterschreitet die Hit Lnge von sieben Minute. Auch Snger Oliver Oien macht hier einen richtig guten Job, egal ob bei klaren Passagen oder fiesen Death Metal Gekeife, er behauptet sich souvern. Die Produktion kracht richtig, lsst die Instrumente aber trotzdem differenziert erscheinen, ist also weit entfernt von irgendwelchem Soundmatsch. Ungewhnlich ist der Einsatz von Synthesizern, was dem Ganzen allerdings auch einen neuen Anstrich gibt. Selten habe ich ein so abwechslungsreiches Album gehrt wie "In Memoriam" und kann es nur jedem Metalfan empfehlen welcher anspruchsvolle Lieder mag, eine lngere Aufmerksamkeitsspanne als drei Minuten dreiig hat und sich an dem klischeehaften Black Metal Cover vorbei traut. Hut ab!
   
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