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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LIMESTONE WHALE - Limestone Whale
Band LIMESTONE WHALE
Albumtitel Limestone Whale
Label/Vertrieb StoneFree Records/ Wormhole Distribution
Homepage facebook.com/limestonewhale
Verffentlichung 27.05.2016
Laufzeit 39:22 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Das wurde auch Zeit! Die Bayern LIMESTONE WHALE schmeien im dritten Jahr ihres Bestehens, den selbstbetitelten Erstling auf den Markt und vermgen es tatschlich, in der etwas ausgereizten Retro und Stoner Rock Sparte, ein paar eigenstndige Akzente zu setzen. Anstatt sich komplett dem Wstenrock hinzugeben, zelebriert das Quartett auf den sieben Stcken eine Mischung aus 70er-Jahre Hard Rock, Grunge und modernem, hartem Blues. Sie gehen nie soweit in die Vergangenheit, dass man die gebotene Musik als altbacken bezeichnen knnte. Dazu kommt der richtig gute Gesang von Clement Hoffer, der eher an einen frheren Keith Caputo oder Layne Staley erinnert als an Plant und Co. Genau das macht diese Scheibe so interessant. Man bedient sich beim Gesang, bei der Bassarbeit und bei manchem einfachen, aber wirkunsvollen Riff, am Grunge der frhen 90er und ergnzt die eher im rockigen Blues angesetzte Grundrichtung erfrischend.
Nach dem stampfenden "Ambrosia" und der komplex gestalteten Halbballade "Tales Of The Snow Child", wird dem Hrer mit "W" direkt etwas vllig neues prsentiert, denn hier welchselt der Liedtext pltzlich ins Deutsche und das finde ich in diesem Fall einfach enorm spannend. Auf Anhieb fallen mir nicht viele Kapellen ein, die grob dem Retro Rock zugehrig sind und sich an deutschen Texten versuchten. Das Ergebnis gefllt mir, das macht Lust auf mehr. Vielleicht traut sich ja einmal eine Kapelle an ein ganzes Album auf Deutsch heran, das wre sicher eine groe Herausvorderung fr Texter und Snger, aber in jedem Fall interessant.
LIMESTONE WHALE wrde das aber vermutlich nicht reichen, denn die Bandbreite wird mit den Nummern "A Book I Have To Close" und "Paralyzed In Paradise" weiter um eine Blues Ballade und etwas Punk 'n' Roll verbreitert. Abgesehen vom wirklich originellen und groartigen Schlusspunkt "An Allegation", welches fr mich den Hhepunkt auf einem gutklassigen Debt darstellt, fehlt den Stcken schon noch hier und da der letzte Schliff, um sich langfristig im Ohr festzusetzen. Aber die Richtung stimmt, eine vielversprechende Zukunft liegt vor den Jungs. Fr den gelungenen Klang der analogen, erdigen Aufnahmen, zeichnet sich unter anderem Richard Behrens (Ex SAMSARA BLUES EXPERIMENT) aus, der auch bei der Genregre KADAVAR live an den Reglern sitzt. Man kann gespannt sein wie die Geschichte weitergeht, eine mehr als solide Ausgangsposition wurde mit diesem Tontrger erarbeitet.
   
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