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23. August 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NEKRARCHON - Gehinnam
Band NEKRARCHON
Albumtitel Gehinnam
Label/Vertrieb FDA Rekotz/ Soulfood Music
Homepage www.facebook.com/nekrarchon
Alternative URL nekrarchon.com/
Verffentlichung 27.05.2016
Laufzeit 39:27 Minuten
Autor Martin Weienfels
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Eines vorweg: Ich kann mir wirklich sehr gut Black Metal anhren. Und ich kann auch jeden anderen Menschen, inklusive meiner Freundin und meines besten Kumpels, vollkommen verstehen wenn sie diese Mucke mit wenigen Ausnahmen echt zum Kotzen finden.
Die noch relativ junge Combo aus dem sonnigen Griechenland liefern mit "Gehinnam" ein Black Metal Album der guten alten Schule ab. Hier wird im Sinne der groen, nordischen Vorbilder des Genres durch das gesamte Album ein Konzept bzw. eine Geschichte von absoluter Dunkelheit und dmonischer Rituale und unchristlichen Machenschaften erzhlt.
Musikalisch geschieht dies in den ersten Songs durch harte, schnelle knppelnde Riffs - gegen Ende des Albums durch schleppende, schon fast an Doom Metal erinnernde harte Strophen und stets wiederkehrende Songstrukturen. Und schon hier knnen sich die Geister scheiden: Der erste Teil sagt mir so gar nicht zu. Die Musik klingt wenig inspiriert und zu sehr nach Retorte. Erstaunlich innovativ geht es dann aber mit "Chrism" und "Eucharist" weiter. Hier wird der schwarze Kult musikalisch wie ich finde bestens zelebriert - die sprichwrtliche Dunkelheit findet im letzten Song "Unction" ihren Hhepunkt. Hier wird der Bass aufgerissen und atonale przise Riffs hmmern zu dsteren choralen Gesngen und starkem Schlagzeugspiel eine unheilige Apokalypse herbei. Im gesamten letzten Teil gibt es ein unterschwellig wiederkehrendes Thema, welches aber Dank unterschiedlichster Untermalung bzw. Einbettung in die Songs nicht langweilig wird. Man mag es vermuten: Das oben genannte Konzept des Albums macht viel her. Hier muss sich auf die Stimmung, die unsere Griechischen Landsleute versuchen zu vermitteln, eingelassen werden. Das Album musste bei mir ebenfalls erst bei mehrfachen Anhren "Einwirken". Jenes mehrfache konzentrierte Anhren lsst allerdings auch Mngel erkennen: Archons Stimme ist nicht gerade die tollste. Auch fr dieses Genre. Hinzu kommen unsauber anmutende Passagen, welche wohl durch schiere Effektberlastung entstanden sind. Das ist rgerlich und sollte eigentlich nicht sein.
Fazit:Wie bereits beschrieben, polarisiert Black Metal sehr stark. Vorliegende Scheibe belegt dies. Hier wird gnadenlos der dsteren Dsternis gefrnt; zu Beginn hart und forciert, zum Ende hin schleppend und schwermtig. Fans des Genres kann ich diese Band nur empfehlen: Zwar hrt man musikalisch deutlich raus, dass unsere griechischen Brder noch neu im Geschft sind; auf die Merk- und Kaufliste von Freunden der dunklen Kunst sollten sie aber dennoch gesetzt werden. Das Album und das Konzept der Band vermitteln eine herrlich dstere Stimmung die Hunger auf mehr macht.
   
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