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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

POVERTY`S NO CRIME - Spiral Of Fear
Band POVERTY`S NO CRIME
Albumtitel Spiral Of Fear
Label/Vertrieb Metalville/Rough Trade
Homepage www.facebook.com/povertysnocrime
Verffentlichung 29.04.2016
Laufzeit 55:50 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Neue Musik von dieser deutschen Prog Band zu hren ist eine echte berraschung fr mich. Aber eine uerst schne, wie ich ehrlich zugeben muss. Ich dachte nmlich dass sich dass Thema Poverty`s No Crime endgltig mit dem 2007 erschienenen Album "Save My Soul" erledigt hat. Es ist halt immer schwierig fr eine Band, die nur alle Jubeljahre mal eine neue Platte raushaut, weil sie in dieser schnellebigen Zeit viel zu hurtig in Vergessenheit gert. Und das hat oftmals noch nicht mal was mit der Qualitt zu tun, wie ich zu bedenken gebe. Auch bei Poverty`s No Crime stimmte nmlich die Musik immer schon, doch irgendwie wollte es seit 1995 mit dem ganz groen Durchbruch nicht klappen. Damals erschien nmlich das Debt "Symbiosis", dem bis einschlielich 2007 fnf weitere Alben folgten. Neun Jahre dauerte es also bis zum neuen aktuellen Lebenszeichen, das den Titel "Spiral Of Fear" trgt, die sich die fnf Musiker scheinbar so vorstellen, wie auf dem Cover abgebildet. Musikalisch hat sich im Grunde genommen nicht viel gendert, immer noch ist zwar harter, jedoch auch in vielen Passagen hchst melodischer Prog Rock zu vernehmen. Snger Volker Walsemann hat eine wirklich angenehme Stimme, die sehr gut zu diesem Stil passt. Ich nenne das mal den "deutschen" Stil, der zwar von Gren wie Dream Theater, Spock`s Beard oder Anathema inspiriert sein mag, sich aber trotzdem wohlwollend von diesen abhebt. Und das genau ist es doch, es gibt schlielich gengend eigene Trademarks auf "Spiral Of Fear", um Poverty`s No Crime nahtlos in die Reihe anderer tollen deutschen Prog Bands wie Dante, Subsignal, Vanden Plas oder RPWL einzuordnen bzw. mit denen vergleichen lassen. Ich wrde mich wirklich freuen, wenn der deutsche Prog mal zu einem Markenzeichen werden wrde, denn schlechter als der aus Amerika oder England ist er keineswegs, was auch hier speziell fr diese Band aus dem niederschsischen Twistringen gilt. Kein berbordetes Gefrickel, viel mehr Gefhl fr Stimmungen und groartige Arrangements bestimmen das Gesamtbild, bei dem sich sogar mal ein Piano einschmuggeln darf, was dann "A Serious Dream" zwischendurch gar an Queen erinnern lsst. Klar, dass bei acht Songs die Spielzeiten der einzelnen Stcke mal lnger ist, was jedoch nicht wirklich berrascht. Spitzenreiter ist das finale "Wounded" mit knapp 10 Minuten Lnge. Wie sich das gehrt, bilden Keyboards und Gitarren eine Einheit und sind absolut gleichberechtigt. Beim schnellen "The Fifth Element", einem hrteren Instrumental, kommt das Zusammenspiel der Instrumente besonders gut zur Geltung. Aber es gibt auch immer wieder ruhigere Passagen in den Stcken, "The Ballad Of 91" ist jedoch keine reine Ballade, trotz des Titels, jedoch eines der ruhigeren Vertreter auf diesem vorzglichen Album, bei dem die progressiven Elemente zwar present, jedoch niemals zu aufdringlich oder gar strend sind. Ein Fest fr die Ohren und damit alles andere als ein Verbrechen!
   
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