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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ARKHE - A
Band ARKHE
Albumtitel A
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.facebook.com/arkhehungary
Verffentlichung 22.04.2016
Laufzeit 45:49 Minuten
Autor Martin Weienfels
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Mein Grundsatz bei neuer Musik lautet ja: Unbedarftheit. Wenn ich keine Erwartungen habe knnen auch keine Hoffnungen enttuscht werden. Umso besser und angenehmer ist dann doch die positive berraschung, welche mich oft berkommt weil ich nun mal fast ausschlielich geile Mucke hre.
hnliche Gefhle kommen beim Anhren von Arkhe hoch. Einzig und allein (unter Zuhilfenahme einiger Gastmusiker) aus der Feder des Sear Bliss Frontmanns Andras, stellt sich das Debut von Arkhe so ganz anders dar als das stabile Black-Metal Fundament seines Schpfers.
Eine Genrebezeichnung hier zu finden ist schwierig. Die Scheibe kommt mit 8 (9) Songs daher, die sich alle so unterschiedlich anhren, als wrden sie alle einem anderen Genre angehren. (Es ist ein Napalm Death Cover von "Scum" enthalten, welches ich aus der Wertung ganz herausnehme, da ich das mit Coversongs nun einmal so mache. Sorry, Fanboys). Ich fhle mich dennoch an eine diffuse, verschwommene Eigenkreation aus Paradise Lost, Evergrey, Tool und Solstafir erinnert.
Allen Songs gemeinsam ist das relativ schleppend-groovige mal mehr mal weniger elektronisch angehauchtes Grundthema. Hierber legen sich schwere Gitarrenriffs und der Bass drhnt angenehm aus der Box. Andras haucht dster in das Mikro oder lsst bei entspannenden Songs wie "Alom Hava" eine erstaunlich sanfte Stimme ertnen. ber das gesamte Album sind aber wunderbar eingngige Partituren verstreut, die zum erneuten Anhren anregen und fast schon Ohrwurmgarantie haben.
Dem Album ist sein stark eigensinniger und schwer zuzuordnender Stil aber auch ein Hindernis: Wer hier gem der musikalischen Vergangenheit des Knstlers harte Auf die Fresse Mucke erwartet, wird nachhaltig enttuscht werden. Mit "A" von Arkhe hlt man ein eher auf Ambiente und Hrgefhl ausgelegtes Werk in den Hnden, welches sich, im positiven Sinne, wunderbar im Hintergrund hren lsst.
Fazit: Der allgemein ruhigere Tenor des Albums macht es zu einer wunderbaren Erweiterung einer jeden Playlist. Da mchte man leicht mit dem Krper mitwippen und die Dsternis genieen, die aus dem Lautsprecher auf einen Einstrmt. Hardcore Metalfans werden hieran allerdings weniger Freude haben.
   
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