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12. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

STEELWING - Reset, Reboot, Redeem
Band STEELWING
Albumtitel Reset, Reboot, Redeem
Label/Vertrieb Noise Art Records / Universal Music
Homepage www.steelwing.se
Verffentlichung 20.11.2015
Laufzeit 47:52 Minuten
Autor Patrick Weiler
Bewertung 9 von 15 Punkten
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STEELWING zhlten in den letzten Jahren neben ENFORCER oder AMBUSH zu den jungen, wilden Schwedenbands die sich in der "Retroszene" einen Namen machen konnten. Nach zwei starken Verffentlichungen folgt Ende 2015 der dritte Streich. Das vermeintliche Make it or break it Album "Reset, Reboot, Redeem" knnte also ber die Zukunft der Band entscheiden.

Waren die Schweden bisher immer recht gradlinig unterwegs, so prsentiert man sich dieses mal doch um einiges vertrackter als gewohnt. Bisher setzte man auf Eingngigkeit, aber anscheinend mchten die Herren nun einem hheren, spielerischen Anspruch gerecht werden. Dies geht aber leider etwas auf Kosten der Songs an sich. STEELWING kommen fr meinen Geschmack nicht mehr so leichtfig auf den Punkt, sondern gehen den langen Weg, der mitunter am Ziel vorbei fhrt. Natrlich beinhaltet das Album immer noch einige hochklassige Songs, aber es dauert verdammt lange bis sich die Stcke festsetzen. "Architects Of Destruction" zhlt zum Beispiel zu den Highlights, oder auch "Like Shadows, Like Ghosts" oder "Hardwired". Hier blitzen teilweise wieder die guten alten IRON MAIDEN oder MERCYFUL FATE Melodien durch, fr die STEELWING bisher bekannt waren. Ansonsten wirkt aber einiges viel zu in die Lnge gezogen. Eine leichte Enttuschung ist leider auch der Sound, der doch eine Spur zu dumpf aus den Boxen drhnt. Das klang auf den Vorgngern auch deutlich ausgewogener.

Htte der Make it or break it Leitsatz wirklich Aussagekraft, so knnte es fr STEELWING in der Zukunft wohl schwer werden. Ich gehe aber mal davon aus, das es sich bei "Reset, Reboot, Redeem" nur um einen kurzfristigen Leistungsabfall handelt. Die Scheibe ist freilich kein Totalausfall, aber gemessen am bisherigen Schaffen der Band, ist die Platte schon ein Knick, in der nach oben ansteigenden Formkurve der Schweden. Fans der Band werden trotzdem zugreifen und das ist auch okay. Im direkten Vergleich geht aber zum Beispiel die letzte ENFORCER als klarer Sieger, mit fettem Vorsprung durchs Ziel.
   
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