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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LUCIFER'S CHILD - The Wiccan
Band LUCIFER'S CHILD
Albumtitel The Wiccan
Label/Vertrieb Dark Essence Records / Soulfood
Homepage www.luciferschild.net/
Alternative URL www.facebook.com/luciferschildmusic/
Verffentlichung 25.09.2015
Laufzeit 38:53 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Das Debt nicht gleich Debt ist, beweisen die griechischen LUCIFER'S CHILD mit ihrem Erstling "The Wiccan" recht eindrucksvoll. Zum einen sind LUCIFER'S CHILD beileibe keine Neulinge mehr und zum anderen ist die Scheibe zwar nominell ein Debt unter dem Bandnamen an sich, jedoch keinesfalls ein Debt fr die mitwirkenden Musiker. Gegrndet wurde die Band 2013 in Athen von Gitarrist George Emmanuel, Mitglied bei Rotting Christ und vormals Chaostar, sowie Bassist Stathis Ridis, der seit 2011 auch bei Nightfall mitmischt. Komplettiert wird das Line-Up schlielich von Snger Marios Dupont, mit Karma Violens ebenfalls in einer weiteren Kapelle aktiv, und Drummer Nick Vell, der wiederum bei Chaostar als Live-Drummer mitmischt.
Man hat es also hier keinesfalls mit grnen Burschen zu tun, sondern mit ausgewachsenen und erfahrenen Musikern, die sich in ihrem liebsten Hobby noch nicht vollends ausgefllt sehen und eine weitere Band gegrndet haben, um ihre musikalischen Vorlieben besser zum Ausdruck zu bringen. Und bei aller Professionalitt, die hier von vorn bis hinten an den Tag gelegt wird, fragt man sich, whrend man dem Album lauscht, ob das denn wirklich ntig gewesen wre. Auf "The Wiccan" wird Black Metal mit allerlei weiteren Stilen vermischt, so wirklich mag das aber trotzdem nicht knallen. Durch diverse Rock'n'Roll-Elemente kommt zwar eine schn rotzige Attitde durch, die Aggressivitt hinter den Stcken steigert diesen Eindruck zustzlich, nur wirklich innovativ sind weder die Riffs noch die Arrangements. Auf der anderen Seite kann man der Truppe aber auch keine fehlende Kreativitt vorwerfen, denn die Lieder klingen keinesfalls gleich oder verwursten die immergleichen Ideen. Es gibt durchaus Variationen, ob nun im Tempo oder der Intensitt. Rockigere Stcke wie der Opener "Hors de Combat" oder das treibende "Spirits Of Amenta" bieten einen starken Gegenpol zu trgen Nummern wie "Lucifer's Child" und "Doom". Letztlich wird aber trotzdem zuviel bekanntes geboten.
Fr den klassischen Black Metaller ist die Platte hingegen auch nichts, denn dafr werden zu viele Ausflge in andere Gefilde unternommen, was "The Wiccan" vielleicht auch deswegen von skandinavischen Verffentlichungen unterscheidet. Wer es aber gerne mal schwarz und experimentell mag, darf es durchaus probieren.
   
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