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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

FISH - Sunsets On Empire (3 CD Re-Release)
Band FISH
Albumtitel Sunsets On Empire (3 CD Re-Release)
Label/Vertrieb Chocolate Frog Company/Amazon
Homepage www.fish-thecompany.com
Verffentlichung 01.04.2016
Laufzeit 59:06 & 66:02 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 15 von 15 Punkten
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Derek William Dick alias Fish wird wohl fr immer als DER Marillion Snger gelten. Ich finde es total schade, dass der Schotte mit der grandiosen Stimme nach seinem Ausstieg und gleichzeitigem Start der Solo-Karriere nicht die groen Erfolge feiern konnte, wie er sie mit Marillion und Evergreens wie "Lavender" oder "Kayleigh", beide vom Referenzalbum "Misplaced Childhood" hatte. Obwohl sein erster Alleingang "Virgil In A Wilderness Of Mirror" (1990) mit Platz 6 in den deutschen Charts hervorragend startete und seine Fans und ihn selbst auf mehr hoffen lieen. Doch der liebe Gott hatte andere Plne mit Fish und fhrte ihn ber private und berufliche Hrden bis in die Gegenwart, in der er Gott sei Dank immer noch sehr prsent ist und mit "A Feast Of Consequences" vor knapp drei Jahren ein hervorragendes neustes Studioalbum vorlegte. Zur Zeit ist er mal wieder auf groer Tournee und sorgt auch mit der kompletten Auffhrung des oben genannten Marillion Megasellers auf der Bhne weiterhin fr volle Clubs. Doch vorher verffentlicht er noch quasi in Eigenregie eine Reihe von vier schnen Wiederverffentlichungen einiger Solo-Alben. Diese dicken Dinger gab es zwar schon mal, jedoch lediglich als sauteure Imports. Ich beginne chronologisch an dieser Stelle mit dem 1997er Album "Sunsets On Empire", ber die anderen werde ich in Krze nachberichten.

Immer noch im progressiven Rock zuhause wurde die Musik auf "Sunsets On Empire" etwas hrter als die Vorgnger. So entwickelt sich der Opener "The Perception Of Johnny Punter" in den Instrumentalpassagen gar in Pink Floyd`sche Sphren, vor allem was das geniale Gitarren-Solo betrifft. Das gilt auch fr andere Songs, so wie etwa fr "Goldfish & Clowns" oder "Jungle Ride". Zustzlich bringt Fish durch gesprochene Passagen reichlich Atmosphre ein, so wie es ja Roger Waters in dessen Solo-Scheiben auch so gerne tat. Aus heutiger Sicht mchte ich das komplette Album als eine musikalische Sensation bezeichnen. Denn Fish arbeitete schon eng mit dem damals jungen Steven Wilson zusammen, der nicht nur an der Musik bei der Hlfte an Liedern mitschrieb, sondern auch viele dieser grandiosen Gitarrenklnge beisteuerte! Aufgrund der meist berlangen Songs war zwar kein Radiohit unter den zehn Songs, doch konnte und kann man es noch immer wunderbar am Stck genieen. So gibt es beim aggressiven "What Colour Is God?" orientalische Rhythmen zu lauschen und das opulente "Tara" gehrt zu den schnsten Balladen die Fish je geschrieben hat. Musik zum Zuhren und knstlerisch unglaublich intensiv ist "Sunsets Of Empire" immer noch eines meiner liebsten Fish-Werke.

Was diese remasterte Reihe einzigartig macht sind die 2 Bonus-Scheiben sowie die optische und hochwertige Aufmachung. Auf CD 2 wurden hier die Demos mit Steven Wilson festgehalten, whrend auf der dritten Scheibe ( Laufzeit 60: 24 min) die Live-Versionen von neun der Album-Songs zu hren sind. Im 48-seitigen Booklet gibt es ein ausfhrliches Vorwort von Fish selbst verfasst, ein Song by Song ebenfalls von Fish, alle Texte und Credits sowie reichlich Fotos von der Produktionsphase, Showpics und Aufnahmen aus dem Privatarchiv des Knstlers! Besser geht`s nun wahrlich nimmer und im Digi-Ecol-Book Format sind diese geilen Scheiben auch im Regal ein echter Hingucker! Da kann es fr dieses famose Album nur die Hchstwertung geben.
   
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