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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEXTURES - Phenotype
Band TEXTURES
Albumtitel Phenotype
Label/Vertrieb Nuclear Blast / Warner
Homepage texturesband.com
Alternative URL www.facebook.com/textures
Verffentlichung 05.02.2016
Laufzeit 43:51 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Es ist jetzt gut 10 Jahre her, dass ich "Drawing Circles" von Textures rezensiert und fr gut befunden habe. Danach habe ich mich dennoch nicht mehr groartig mit der Band beschftigt. Zwar entging mir nicht, dass die Niederlnder (und nicht Franzosen, wie ich damals schrieb) in den Folgejahren noch 2 Alben verffentlichten und zu Szenelieblingen wurden, doch die Konkurrenz schlft nicht und pltzlich hatte ich die Jungs nicht mehr so richtig auf dem Schirm.
Die Musik des Sextetts verlangt einem aber auch 2016 nach wie vor Einiges ab, so dass "mal eben reinhren" schier unmglich erscheint. Neben der Komplexitt der Songs und dem technischen Anspruch hat man sich aber auch den geradezu berwltigenden Abwechslungsreichtum bei behalten, der knppelharte, polyrhythmische Stakkatoriffs und sogar brutale Bastbeats gleichberechtigt neben prchtige, melodische Refrains und sphrische, fast vertrumte Teile stellt. Dies gelingt stets mit traumwandlerischer Sicherheit, so dass die Songs nie zwanghaft konstruiert wirken. Dieser Fluss macht es auch auf Album Nummer 4 immer noch leicht, dem an und fr sich nicht gerade leicht nachvollziehbaren Material zu folgen.
Snger Daniel de Jongh, der 2006 noch nicht an Bord war, brilliert mit einer heftigen Bandbreite an aggressivem Geschrei, Furcht einflendem Gebrll aber eben auch klar gesungenen Passagen, die die 9 Songs gezielt aufwerten. Zunchst verwirrte mich dieser an manchen Stellen, klingt er doch teilweise stark nach Peavy Wagner (Rage), was- noch viel berraschender- hervorragend harmoniert.
War auf "Drawing Circles" noch das Album der Star, lassen sich auf "Phenotype" schnell einzelne Songs mit Hitfaktor ausmachen; immer im Hinterkopf, dass wir noch von progressivem Extremmetal sprechen. "Illuminate The Trail" geht teilweise als verschrfte Dream Theater durch, der klar gesungene Refrain des Openers "Oceans Collide" bleibt sofort im Ohr und "New Horizons" ist der, dank (fast) konsequentem Klargesang der hrteste Rage-Song, den Rage nie geschrieben haben.
Selbst das Schlagzeugsolo (!) "Meander" ist groartig und faszinierend.
Bringt ein wenig Zeit mit und Textures werden euch dafr belohnen.
   
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