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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EPITAPH - Fire From The Soul
Band EPITAPH
Albumtitel Fire From The Soul
Label/Vertrieb M.I.G Music/Indigo
Homepage www.epitaph-band.de
Verffentlichung 18.03.2016
Laufzeit 57:16 Minuten
Autor Peter Hollecker
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Epitaph ist ganz klar eine Kult-Band. Sie wuchs Anfang der Siebziger zwar im Dunstkreis des Kraut Rock, doch klang sie nie typisch deutsch, sondern eher international. Und das gilt auch heute noch, soviel schon mal vorab. Das hat die 1969 gerndete Gruppe nur mit den Scorpions gemeinsam, wenn Epitaph auch nicht so harten Rock machen wie Klaus Meine und seine Mannen. Sicherlich drfte ein Grund fr diesen Sound Gitarrist Cliff Jackson sein, der in England geborene Musiker und neben Basser Bernd Kolbe bis heute feste Sule bei Epitaph. Doch der zweite Klampfer und Dobro-Spieler Heinz Glass ist nun auch schon seit 1977 Mitglied dieser faszinierenden Gruppe, die seinerzeit als Trio startete. Drummer Achim Poret spielte zwar Anfang der Siebziger schon drei Jahre bei Epitaph, ist aber kein Grndungsmitglied und machte aus familiren Grnden eine lange Pause, ehe er anno 2000 wieder zu seinen alten Kumpels stie. Alle Jubeljahre erschienen immer wieder mal neue Platten, ansonsten waren und sind die Kerle im gesetzten Alter vermehrt live unterwegs, auch akustisch. Die letzte Studioscheibe hie "Dancing With Ghosts" und hat nun auch schon gute sechseinhalb Jahre auf dem Buckel. Umso schner, dass es mit "Fire From The Soul" nun endlich neues Futter fr die zahlreichen Anhnger gibt. Es ist meines Wissens nach das sechzehnte Studioscheibchen und setzt die Tradition des ungeheuer starken Vorgngers fort. Wunderbare und kraftvolle Arrangements treffen auf grandiose Melodien, so knnte ich umfassend die Platte beschreiben, wenn da nicht noch so viel mehr wre. Klar, der vielgeliebte Twin-Gitarren-Sound, der Epitaph ab und an wie die Urvter der Zwillings-Gitarren Wishbone Ash klingen lt. Aber auch der schne Versatzgesang la Eagles ist allgegenwrtig und wird etwa bei "Any Day" auf die Spitze getrieben. Oder etwas Folk gefllig? Bitte schn, "No One Can Save Me" kann mit Santiano Fiedler Pete Sage als Gast vollends berzeugen. Das fast neunmintige vielschichtige und epische Titelstck ist ebenfalls ein absoluter Killertrack, der zeigt mit welcher Bandbreite und auf welch hohem Qualittslevel diese Band so unterwegs ist. Balladen kann Epitaph selbstverstndlich auch, mit "Love Child" ist Cliff Jackson eine besonders Schne aus der Feder geflossen. "Sooner Or Later" ist ebenfalls etwas ruhiger und mit dem schmissigen "One Of These Days" endet eine knappe Stunde feinste und schtig machende Rockmusik einer deutschen Band, die wieder einmal hchsten internationalen Ansprchen gerecht wird! Mit einem Wort: Wunderbar!
   
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