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08. September 2010 - Uhr
 
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CALLISTO - True Nature Unfolds
Band: CALLISTO
Albumtitel: True Nature Unfolds
Label/Vertrieb: Earache / Fullsteam Records
Website: www.callistochaos.com
Veröffentlichung: 28.03.2005
Laufzeit: 58:11 Minuten
Autor: Rafael Hofmann
Bewertung: 8 von 15 Punkten
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CALLISTO ist eine junge, vierköpfige Truppe aus dem hohen Norden (Finnland) deren Musikstil man mit Hardcore / Metalcore bezeichnen mag, jedoch in meinen Augen eher in die ganz ruhige Ecke dieses Genres zu stellen ist. Die Band hat sich was das Aufnehmen ihres aktuellen Albums "True Nature Unfolds" mit nichts geringerem als dem Besten, was Skandinavien zu bieten hat abgegeben. Das Album wurde in den bekannten Soundlab-Studios in Orebro/Schweden von Mieszko Talarczyk (NASUM, R.I.P.) aufgenommen. Dem Ganzen setzte dann noch der Meister des Masterings Peter in de Betou (DIMMU BORGIR, MESHUGGAH) die soundtechnische Krone auf und genau das hört man auf diesem Album. Ein wunderbarer, glasklarer Klang und eine perfekt abgezeichnete Melodielinie jedes einzelnen Instrumentes findet man auf diesem Longplayer.
Der dunkle Soundvorhang, den CALLISTO auf ihrer CD kreieren, lässt Parallelen zu anderen Bands wie ZAO, MY DYING BRIDE und CULT OF LUNA nicht abreißen und bestätigt diese Art von Musik in ihrer Existenz.
Bei "Limb Diasporas" findet ein ruhiger Part plötzlich durch ein Saxophon zu einer unerwarteten Wendung, um danach komplett mit ungehemmter Gitarrenbreitseite konterkariert zu werden. Im Track "Strom" finden sich plötzlich Kinderstimmen im Lied und das markerschütternde Gebrüll von Frontmann Markus Myllykangas wird durch die süße Stimme einer in mehreren Songs mitwirkenden Gastsängerin, die einen interessanten Gegenpol bildet, durchbrochen und abgelöst. Diese kompositorischen Merkmale machen das Hören dieser Platte zu einer wahren Klang-Entdeckungsreise auf der es immer wieder neue Facetten zu begutachten gibt.
Mein Geschmack trifft diese Platte nicht zwangsläufig, aber für das erste Full-Length-Album einer Band aus Mittzwanzigern kann sich dieses Opus doch wirklich sehen und hören lassen. In meinen Augen kommen die Finnen jedoch nicht an die Götter derartiger Musik - MY DYING BRIDE - heran, aber das ist, wie ihr wisse subjektiv. Wer ZAO und CULT OF LUNA gut findet, der sollte auch mit CALLISTO aus Finnland seine Freude haben.
   
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