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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CONAN - Revengeance
Band CONAN
Albumtitel Revengeance
Label/Vertrieb Napalm Records / Universal
Homepage www.hailconan.com
Verffentlichung 29.01.2016
Laufzeit 48:05 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Geil, was Neues von CONAN! Doom-untypisch schnell sind die drei Barbarenkrieger mit ihren Verffentlichungen, aber den echten Fan freut das wohl eher als dass es ihn strt. Den strt eher was Anderes. Nmlich, dass CONAN auf "Revengeance" naja, herumexperimentieren. Zeitlupendoom, minutenlange Rckopplungsorgien, durchnittlich drei Beats pro Minute, tiefes Grunzgekreische- das ist es, was CONAN fr mich ausmacht. Und dann machen die Midtempo! Gleich am Anfang, bei "Throne Of Fire"! Und kreischen hoch. Immer in der gleichen Tonlage, minutenlang. Eine harte Probe fr Nerv und Ohr, aber zum Glck probieren die Briten bei dieser Nummer auch zeitlich was Neues und der Spuk endet nach nicht einmal fnf Minuten. Dann: "Thunderhoof", hnliche Baustelle. Mittleres Tempo, anstrengendes Kreischen- besonders anstrengend fr den Hrer. Erst bei "Wrath Gauntlet" finden CONAN wieder das Bremspedal und schleppen uns knapp neun Minuten lang durch einen Gllekbel trbstmglichen Barbarendooms, dass es eine wahre Freude ist! Und die Freude whrt auch einigermaen lang, bevor's mit dem Titeltrack an den Versuch geht, einen bandinternen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Mir bleibt die Spucke weg, fallen die Chips aus dem Gesicht und schwappt das Bier ber die Tastatur. Jetzt spinnen CONAN vllig, oder? Naja, mit den beiden verbleibenden Titeln bekommen die drei Helden die Kurve zwar wieder, aber mein Vertrauen ist zerstrt.
Das alte Dilemma: warum kann ich die Band nicht einfach machen lassen, was sie will? Warum gestehe ich CONAN nicht die Freiheit zu, zu spielen, was sie wollen? Tue ich ja. CONAN sollen machen was sie wollen. Topflappen auf den Kopf ziehen und mit den Wildschweinen heulen, mir doch egal. Ich liebe die Jungs fr ihr altes Material, bei dem sie wussten, was sie wollten. Die Zielstrebigkeit der alten Tage sehe ich heute, zumindest auf "Revengeance" nicht mehr. Vielleicht wollen die sich ja neue Leute erschlieen, indem sie zeigen, dass sie nicht nur langsam knnen? Vielleicht waren es Napalm Records, die CONAN zu mehr Tempo geraten haben? Keine Ahnung und im Grunde auch egal. Alle Fans der Band seien vorsichtig gewarnt, alle anderen, die's nicht allzu schnell brauchen und einer noch nicht so bekannten Rabaukenband gern eine Chance geben mchten, hren einfach mal rein. Mein Favorit ist der Rausschmeier "Earthenguard". Da klingen CONAN so geil wie auf ihren vorherigen Werken. Und danach ist "Revengeance" vorbei.
   
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