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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MALRUN - Oblivion Awaits
Band MALRUN
Albumtitel Oblivion Awaits
Label/Vertrieb Vicisolum Productions / Rough Trade
Homepage www.malrun.dk/
Alternative URL www.facebook.com/malrun/
Verffentlichung 04.12.2015
Laufzeit 26:55 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Das letzte Album "Two Thrones", welches auch von mir nach wie vor vllig zu Recht abgefeiert wurde, ist gerade mal anderthalb Jahre alt, da legen die dnischen MALRUN mit einem Mini-Album namens "Oblivion Awaits" bereits nach.
Und direkt vom Opener weg werden die typischen Elemente der Band sofort offenbart. Eine markante und starke Stimme, vereinnahmende skandinavische Hartwurst-Melodien, die sofort znden, sowie eine ordentliche Rhythmussektion. Allerdings, und auch das fllt relativ schnell auf, ist "Oblivion Awaits" bei weitem nicht so leicht zugnglich wie der Vorgnger. War "Two Thrones" gerade wegen seiner einfachen Linie und leichten Vermittelbarkeit ein sehr ansprechendes Album, braucht die neue Scheibe dagegen trotz ihrer gerade mal sechs Songs im Vergleich dazu um Lngen mehr Anlaufzeit. Zwar htte der Opener "The Underworld" auch genauso auf "Two Thrones" auftauchen knnen, aber schon im folgenden Titeltrack wird schnell klar, dass es ganz so einfach diesmal nicht ist. Die Platte ist weitaus unzugnglicher, was vor allem daran liegt, das eine Vielzahl der Breaks und Bridges in den Stcken mit allerlei Taktspielereien gespickt ist. Technisch gesehen ist "Oblivion Awaits" da eine ganze Nummer anspruchsvoller. Das beweist auch der Refrain von "The Wilderness Of Pain", der zwar von der Gesangsmelodie her schnell ins Ohr geht, beim Rhythmus aber so gar nicht mitspielen mchte fr das normale Hrempfinden. hnliches passiert auch bei "Black Rain", dort ist es jedoch die Strophe, die zunchst etwas fordern daherkommt, ehe der Refrain die Anstrengung wundervoll auflst. Mit dem abschlieenden "Breaking The Illusion" fhrt man den eingeschlagenen Weg zwar weiter, haut auf der anderen Seite durch eine Spur mehr Geradlinigkeit aber noch mal einen dicken Hit zum Ende hin raus.
Allerdings kommt man auch nach vielen Durchlufen nicht ganz umhin zu sagen, dass dem Mini-Album so ein kleines bisschen der rote Faden fehlt. Fr sich gesehen ist jede der sechs Nummern ein guter Song und passt auch vollkommen zur Band, nacheinander bleibt aber so ein kleinwenig der Eindruck hngen, dass das hier Stckwerk ist. Das wiederum war ein groes Plus des Vorgngers, der wie aus einem Guss schien. Nichtsdestotrotz zeigen MALRUN mit "Oblivion Awaits", dass nach wie vor mit ihnen zu rechnen ist. Und berraschender wre eigentlich gewesen, wenn man auf dem Niveau von "Two Thrones" nach so kurzer Zeit schon weitergemacht hatte. Insofern alles gut im dnischen Hause.
   
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