Navigation
                
20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MANEGARM - Vredens Tid (Re-Mastered)
Band MANEGARM
Albumtitel Vredens Tid (Re-Mastered)
Label/Vertrieb Black Lodge Records / Sound Pollution
Homepage www.manegarmsweden.com
Alternative URL www.facebook.com/manegarmsweden
Verffentlichung 21.08.2015
Laufzeit 50:03 Minuten
Autor Axel Fichtmller
Bewertung 9 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Ob nun Re-Makes im Filmbereich, Re-Boots bei Videospielen oder eben Re-Masters von Musikalben: Altes aufgefrischt wieder auf den Markt zu bringen, um mit dem bereits bestehenden Inhalt einer bekannten Marke noch mal neue Kufe zu generieren zieht sich als Strategie durch die gesamte Medienbranche, so auch bei den Labels im Hartwurstsektor. Black Lodge Records aus Schweden bildet da keine Ausnahme und liefert MANEGARM-Fans mit einer Reihe von Wiederverffentlichungen aufgewrmtes Pagan-Futter. Konkret handelt es sich um die Studioalben von 1998 bis 2006, inkl. der Demo-Compilation "Vargaresa - The Beginning" und des Akustik-Albums "Urminnes Hvd (The Forest Sessions)". Alle Neuauflagen kommen, neben der obligatorischen Klangpolitur, mit einem einleitenden Text der Band daher.
MANEGARM zhlten schon immer zu den erwachseneren Pagan-Bands, die ihren schwarzmetallischen Wurzeln treu geblieben sind und bei den folkloristischen Einflssen auf Humppa-Keyboard-Schunkeltanz-Passagen verzichten. So auch auf ihrem ursprnglich 2005 verffentlichten Album "Vredens Tid", das ebenfalls ein Re-Master spendiert bekommen hat. Fr mich ging die Platte damals leider total unter, da ein Jahr zuvor "Natfdd" von FINNTROLL erschien, welches wegen seiner grandiosen Mischung aus Kurzweiligkeit und Spielfreude wesentlich fter im Plattenspieler landete, als es andere Verffentlichungen von Genrekollegen taten.
"Vredens Tid" ist ein Album mit vergleichsweise einfachen Strukturen, aber einer hohen Bandbreite an Melodien, die vor allem durch den Wechsel von fast reinen Black Metal-Passagen und den Folklore-Parts erzeugt werden. Markant ist dabei das Zusammenspiel von Gitarren und Violine sowie Cello. Sie bilden das melodische Fundament und geben Titeln wie "Sigrblot" oder "Dodens Strand" ihr hohes Hit-Potential. Die Rhythmussektion liefert eine gewohnte Mischung aus schnellem Blastbeat und stampfendem Mid-Tempo. Komplex wird es aber nie. Einzige Ausreier bleiben das (beinahe) Instrumental "Svunna Minnen" und der Abschlusstitel "Segervisa". Letzteres ist dann auch ein reines Folk-Stck, das von Akustik-Gitarren und dem Duett von Fronter Erik sowie Gastsngerin Umer getragen wird.
Insgesamt luft "Vredens Tid" auch heute noch sehr gut durch, klingt dank Re-Master solide und will vor allem Fans ansprechen, die eine physische Kopie des "Klassikers" von 2005 noch nicht ihr Eigen nennen knnen.
   
<< vorheriges Review
MEMENTO - Architects Of Destruction
nchstes Review >>
THE MUTE GODS - Do Nothing Till You Here From Me


 Weitere Artikel mit/ber MANEGARM:

Zufällige Reviews