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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PHANTASMA - The Deviant Hearts
Band PHANTASMA
Albumtitel The Deviant Hearts
Label/Vertrieb Napalm Records/Universal Music
Homepage https://www.facebook.com/phantasmaprojec...
Verffentlichung 20.11.2015
Laufzeit 60:00 Minuten
Autor Mario Loeb
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Georg Neuhauser (Serenity), Oliver Philipps (Everon) und Charlotte Wessels (Delain), damit ist ja fast schon alles geschrieben, oder? Sind wir ehrlich, wenn diese drei Namen im Booklet auftauchen, ist das fr alle Symphonic-Headbanger Kaufanreiz genug. Ja und man kann hier mit einem Blindkauf der ersten Scheibe von Phantasma mit dem Titel "The Deviant Hearts" auch nichts verkehrt machen. Allerdings, einen Meilenstein der Musikgeschichte erhlt der Kunde auch nicht. Eher eine sehr fett produzierte LP, die sehr glattgebgelt ist, auf der nichts dem Zufall berlassen wurde und der es ein wenig an einer eigenen Handschrift mangelt. Nicht falsch verstehen, die Kompositionen sind sehr schn und das Konzeptalbum ist im Fluss. Trotzdem ist man weit weg von einem Anspruch wie es Avantasia z.B. umsetzt. Sind wir ehrlich, ich habe den Eindruck, dass man sich zu sehr auf die groen Namen verlassen hat, das klingt gemein, trifft es aber beim Hren auf den Punkt, denn vor allem die Gesangsparts sind sehr ins Licht gerckt. Die Platte ist mir zu mutlos, zu viele Songs verenden in seichten Nummern. So wie ich bei Kollegen gelesen habe, liegt im Booklet die komplette Story von David und Robin, um die es in dem Konzeptalbum geht, die brigens aus der Feder von Charlotte selber stammt, komplett zum Nachlesen vor. Da mir aber weder Texte noch die Geschichte vorliegen, kann ich nicht beurteilen, ob es vielleicht in der Kombination eine rundere Sache ergibt. Handwerklich ist alles super gemacht und die Gesangs-Duette sind echt groes Kino, reicht aber nicht, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Auch wenn es Songs gibt, die echt richtig gelungen sind wie z.B. "Carry Me Home".


Fazit: Ich bin weit weg davon, von einem schlechten Album zu reden, das wre auch mal richtig ungerecht, denn es enthlt richtig schne Momente. Handwerklich gut, gesanglich 1 mit Sternchen, fette Produktion. Tja, eigentlich alle Voraussetzungen dagewesen fr eine richtig starke Platte, wre die erste Scheibe nur nicht so mutlos geworden. Mal unter uns Pastorentchtern, wie wollt Ihr das Album eigentlich live prsentieren? Das Publikum schlft Euch ja ein. Das Album hat nicht einen Song, der zum Mitsingen oder zum Bangen anregt? Ist dann wohl eher was fr die Musical-Bhne fr Gste, die sich ein wenig einlullen lassen wollen von schnen Klngen. Bei den Namen und der Gsteliste (Englund (Evergrey), Dennis Schunke (Van Canto), Chloe Lowery (Trans-Siberian Orchestra)) htte ich mir da einfach mehr erwartet deshalb fllt die Kritik hier sicher auch um einiges hrter aus, als sie vielleicht verdient ist. Ein vershnliches Wort am Ende muss ich dann aber doch noch schreiben, das Herzblut hrt man dem Projekt in jedem Moment an und ich bin gespannt, wie das zweite Werk wird, was man auf alle Flle auf den Weg bringen sollte.
   
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