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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BARONESS - Purple
Band BARONESS
Albumtitel Purple
Label/Vertrieb Vertigo Berlin / Universal Music
Homepage yourbaroness.com
Alternative URL www.facebook.com/yourbaroness
Verffentlichung 18.12.2015
Laufzeit 42:33 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Blau + Gelb und Grn ergibt Purpur. Liegt Purpur irgendwo zwischen Grn und Gelb auf der einen und Blau auf der anderen Seite?! Oder war Rot nicht irgendwie das Geilste??
Und berhaupt, spinnt der Lang jetzt kompletti?!
Nee, so knnte es nur klingen, wenn Baroness Fans die neue Platte ihrer Lieblinge auf den Prfstand stellen. Das Savannah-Geschoss hat nmlich all seinen bisher erschienen Alben Farben als Namenspatron gegeben. Nun also "Purple" und ein Schritt zurck in Richtung "Blue Record". Meiner einer hat den Doppeldecker-Vorgnger "Yellow & Green", nicht zuletzt aufgrund seines Mutes abgefeiert, doch ist durchaus vorstellbar, dass man mit der teilweise schon fast zahmen Verffentlichung einige Old School Fans vor den Kopf gestoen hat.
Nun sollte das wahren Knstlern zwar im Grunde vllig Hupe sein, doch aus irgendeinem Grund klingt das neue Werk stark nach dem fehlenden Glied zwischen dessen beiden Vorgngern. Was sich zunchst wie ein lahmer Kompromiss liest, entpuppt sich als das Beste, was die Band tun konnte. Nicht nur, dass man hiermit Fans jeder Bandphase glcklich machen knnte, nein, "Purple" klingt zudem vollends entschlossen und berzeugend, weder halbgar noch anbiedernd. Die groen Melodien sind ebenso geblieben wie das Verschrobene, das schon oft erwhnte kauzige Element und John Baizleys eigenwilliger, aber irgendwie doch einlullend schner Gesang. Der Dreck, der Rotz, der dem letzten Werk an manchen Stellen etwas abging und "Blue Record" unwiderstehlich machte ist ebenso zurck und verleiht Sahnestcken wie "Kerosene" oder "Shock Me" den einzigartigen baroness'chen Charme.
Jeder Song entfaltet hier frher oder spter seinen ganz besonderen Reiz, nur dauert es bei manchen Songs etwas lnger. Halbwertszeit ist das Zauberwort, und das erreicht das Quartett durch die kunstvolle Verstrickung ihrer Arrangements, die, trotz ihrer relativen berschaubarkeit mit einer wundervollen Detailverliebtheit versehen sind. Man sollte diese Platte keinesfalls nebenbei hren, auch wenn es durchaus machbar ist. Denn auch wenn Stcke wie "Chlorine & Wine" durch ihren beinahe Pink Floyd-hnlichen Beginn und den sensationellen Schluss (den man meines Erachtens viel zu frh enden lsst) einen sofort umhauen knnen, so sind es doch die ganz kleinen, fast schon versteckten Dinge, die aus 10 (ok, 9) Songs ein groes Kunstwerk machen.
Jedes mal wenn ich denke, Baroness htten ihren Stil gefunden, endveredelt und nahe der Perfektion, belehren sie mich eines Besseren. Muss ich das famose Artwork noch erwhnen(und, dass ich der Band das nchste Album, also dieses hier bei einem Major prophezeit habe)?! Ganz klare Empfehlung!
   
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